Nach unserer Elternzeitreise im Juli und August 2019 hatten wir wieder große Lust, den Sommer in Skandinavien zu verbringen. Bis zu den Lofoten wollten wir aber nicht, sondern eher gemächlich drauf los und mal schauen, wohin der Weg uns bringt. Hier kommt Teil 1 unseres Sommerurlaubs 2022, nicht ganz so ausführlich wie sonst, aber definitiv mit einigen Reisehighlights.
Los ging es mit frisch foliertem Camper am 31. Juli abends um 17:30 Uhr. Wir kommen erst mal bis zum Rothsee bei Nürnberg, wo wir eine lange Pause mit Abendessen und planschen machen, damit die Kinder danach gleich im Schlafanzug weiter fahren und einschlafen können. Das hat auch richtig gut geklappt und wir fahren tatsächlich noch bis um 2:30 in der Nacht und kommen bis kurz hinter Potsdam, wo wir einen Stellplatz an den Linumer Teichen finden. Es regnet und im Stockfinsteren an einem Nachtplatz ankommen ist nie ideal.

Am Morgen machen wir noch einen kleinen Spaziergang zum Spielplatz nebendran und spielen Ball, bevor wir weiterfahren. Wir schaffen es bis Wismar ans Meer zur Mittagspause, wo wir uns die Beine vertreten und sehr windige Meeresluft schnappen, aber es ist sonnig. Dann gehts weiter nach Fehmarn. Leider hat weit und breit kein Campingplatz mehr was frei, aber auf dem Parkplatz Nebendran dürfen wir für 20€ eine Nacht bleiben. Der Strand und die Dünen sind sehr schön und ein Restaurant gibt es auch.



Am nächsten Tag sind wir noch lange an den Dünen und am Strand, bevor wir weiterfahren. Erst mal zum Edeka für einen Großeinkauf, bevor wir um 18:15 Uhr auf die gebuchte Fähre wollen. Am Fährhafen spielt uns allerdings die Wegfahrsperre einen kuriosen und ärgerlichen Streich und wir kommen mitten aus der Fährschlange nicht mehr los und müssen die Fähre ohne uns wegfahren sehen. Zum Glück ging ungefähr eine Stunde später wieder eine und Google konnte uns helfen das Problem, das wohl auch mit dem Schlüssel zu tun hatte, zu lösen. Puh! Die 45 Minuten Fährfahrt nach Lolland rüber vergingen schnell. Fahren dann aber nicht mehr weit, nur bis zu einer Brücke nahe am Meer. Johannes fischt mit den Händen kleine Quallen, die im Kanal vorbeischwimmen, bis es ganz finster wird.



Duschen am nächsten Morgen im Camper und haben dann Probleme mit der Pumpe und verlieren viel Wasser. Johannes fischt wieder Quallen und wir gehen noch ein bisschen spazieren, bevor wir weiterfahren bis Kopenhagen, wo wir zuerst an einem suboptimaler Platz in praller Sonne stehen, dann aber noch einen Park mit super Spielplatz und Wasser und Schatten finden, wo wir lange bleiben. Fahren abends noch weiter über die Öresundbrücke nach Schweden und zu einem Platz am Meer, wo allerdings wieder der Campingplatz komplett voll ist. Der Parkplatz daneben ist aber auch schön und den tollen Spielplatz können wir trotzdem nutzen.

Der vierte August ist wieder ein heißer, sonniger Tag und hier ist gleich sehr viel los am Meer. Das Wasser ist ziemlich kalt, aber sehr flach und hat weißen, sandigen Boden. Mittags holen wir uns noch Fish and Chips und fahren dann los, erst Mal weg vom Meer und den Massen, an einen schattigen kleinen Badesee, der zunächst auch noch gut besucht ist. Wir baden auch, später kommt ein Gewitter und verscheucht die Tagesgäste. Am Abend kommen noch mehr Womos. Nachts regnet es stark.

Morgens ist es erst mal kühl und noch nass. Da wir kein Wasser mehr haben, müssen wir einen Campingplatz in Ullared anfahren, wo wir ver- und entsorgen und sogar duschen können. Auch den Spielplatz nutzen wir, bevor wir am frühen Nachmittag wieder weiterfahren. Der CP war nicht unser Fall…
Einen weiteren Zwischenstopp machen wir zum Einkaufen nochmal in einer Hafenstadt, aber der Spielplatz dort ist sehr voll und trotz Sonne windig und kalt. Fahren noch so weit es geht weiter, um dem überlaufenen Südschweden zu entfliehen und schaffen es bis nördlich von Uddevalla, wo wir an einem Anglerparkplatz mit tollen Kletterfelsen und Badesee gerade noch ein Eck für uns finden.



Am nächsten Morgen baden Simon und J noch und wir gönnen uns mittags in Ed beim „Local Idiot“ ein krass gutes Essen (!), bezahlen aber 77€, bevor wir weiter zum Tresticklan Nationalpark fahren und sogar noch ein bisschen wandern. Übernachten können wir dann auch dort.



Morgens gehen wir direkt nochmal eine kleine Runde wandern und als wir wieder zurück am Camper sind, bekommt J ein (halbes) Elchgeweih geschenkt. Wie cool! Die Frau meinte, ihr Mann und Sohn seien Jäger und sie haben selber schon genügend viele zu Hause, also nehmen wir es gerne als Souvenir mit.


Da wir wieder mal Wasser holen und entsorgen müssen fahren wir dann kurz rüber nach Norwegen auf einen sehr leeren Campingplatz am See, Stora Lee Camping. Der Spielplatz dort hat aber so ein überdimensionales Hüpfkissen und das kommt gut an.
Am nächsten Tag fahren wir zum recht bekannten Schrottplatz in Bastnäs und sind mittags da. Es ist relativ viel los, es gibt aber auch wirklich viel zu sehen. Besonders die Jungs sind begeistert und wir drehen bestimmt drei Runden über den ziemlich weitläufigen und über die Jahre gut zugewachsenen Schrottplatz, wo es viele tolle Autos zu entdecken gibt.



Danach fahren nicht mehr weit und finden einen super Platz am See auf einem Felsen, wo wir noch planschen und rumklettern und die Abendsonne genießen können.



Sind früh wach am nächsten Morgen und spielen am Wasser. Machen einen langen Einkauf und fahren erst mal nach Norwegen rüber und durch eher langweilige Landschaft östlich von Oslo. E ist an diesem Tag nicht in Fahrlaune und wir kommen nicht weit. Parken an Rastplatz am Fluss Glommen, unterhalb des Kraftwerks wo es immerhin eine tolle Wiese zum Spielen gibt.
Sind dafür am nächsten Tag wieder sehr früh wach und kommen auch schnell los und schaffen es am Stück bis Elverum, wo wir Mittagspause und Spielplatzpause machen. Diese skandinavischen Spielplätze sind wirklich ziemlich cool!

Dann noch schnell V/E vor der Weiterfahrt. Schaffen noch ein gutes Stück Fahrt, bleiben dann aber spontan schon am Pauseplatz am Fluss übernacht. Toller Sand, super Wiese. Nix los, aber viele Mücken! J ist sogar geschwommen.




Fahren frühs wieder zeitig los, machen aber bald nochmal Pause zum 2. Kaffee und einer Runde Dragomino an tollem Bachplatz. Dann weiter zum Nationalpark Fullufjällät mit einer kleinen Wanderung zum Wasserfall. Ja, J wandert tatsächlich sehr gerne barfuß…





Übernachten dann unweit des Nationalparks neben einem Fluss an einer Schotterstraße. Dort gibt es sehr viele größere und kleinere Parkbuchten mit Feuerstellen und Flusszugang.
Fahren dann schon morgens wieder weiter bis Idre, vorbei an tollen potentiellen Lagerplätzen für einen anderen Urlaub dann. Ich mache einen größeren Einkauf in Idre, während die Kinder und Simon auf dem Spielplatz sind. Essen dann mittags leckere Pizza in einem unscheinbaren „Grill“Restaurant und fahren dann weiter nach Sjöstugan zum Campingplatz. Dort sind sehr viele Wanderer und es ist ein richtig schöner kleiner CP, umgeben vom Fjäll und nahe an der norwegischen Grenze. Der Grövelsjön See hat einen toller Strand und Simon und J fahren mit unserem Boot. Unser Platz für die erste Nacht ist ok und wir haben nette Nachbarn.




Am nächsten Morgen muss ich dringend einiges an Wäsche waschen und wir müssen den Platz wechseln. Die Jungs fahren mittags wieder Boot als E schläft. Wir sehen in einiger Entfernung mehrere Wasserflugzeuge landen und spazieren zur Landestelle. Unterwegs sammeln wir Pilze und naschen ein paar Moltebeeren und kochen Soße für die Nudeln. Abends machen wir noch einen Spaziergang zur Hängebrücke, wo der Wanderweg für den nächsten Tag losgeht.



Brechen bei schönstem Sonnenschein am nächsten Tag um 10:30 Uhr zur Wanderung hoch ins Fjäll auf, wobei wir zu Fuß die Grenze nach Norwegen überqueren. J läuft alles selber, 5km hoch und zurück, fast alles wieder barfuß. Machen eine lange Pause am Bach mit viel Brotzeit und sehen in einiger Entfernung viele Rentiere, davon ein weißes. Oben ist es sehr windig und wir entscheiden uns noch vor der Kuppe umzudrehen. Theoretisch könnte man sich mit dem Boot ans andere Ende des Grövelsjön bringen lassen und von dort aus dann zurückwandern. Aber E war uns damals noch zu klein für so eine Bootsfahrt und deswegen machten wir nur eine verkürzte Tour. Um ca. 15:30 Uhr sind wir wieder unten am Campingplatz und gönnen uns erst mal Eis und Waffeln und Himbeerlimo, bevor wir nochmal zum Strand runter gehen.






Hier endet Teil 1, sonst wird’s zu lang. Bald kommt noch Teil 2 mit mehr Norwegen und Dänemark hinterher. Freuen uns auf viele Mitreiser hier 🙂
Und auch tolle Bilder
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