Nachdem das Bloggen längst vergangener Urlaube gar nicht so einfach ist und ich damit auch noch weit hinterher hinke (es fehlen noch: Schweiz 2021, Sardinien 2021 und Italien 2022), wurde dieser Bericht hier Tag für Tag unseres Urlaubs verfasst, aber erst von zu Hause aus dann veröffentlicht, weil es da einfacher ist die richtigen Fotos einzufügen und auszuwählen und vor allem in reduzierter Dateigröße. Ein (B)Logbuch sozusagen. Also, los geht’s:
Pfingstsonntag, 5. Juni
Obwohl wir schon am Samstagabend viel gepackt hatten und am Sonntag spätestens um 12 los wollten, wird es doch kurz nach halb 2, als wir endlich aufbrechen. Bestimmt wieder ein bisschen überladen, weil wir dieses Mal auch das Boot eingepackt haben, falls wir es doch bis zum Moldau Stausee schaffen.
Relativ problemlos fahren wir die erste Etappe bis nach Regensburg, wo wir einen sehr schönen Nachmittag bei der Familie meiner Cousine verbringen, die ich tatsächlich schon zwei Jahre nicht mehr gesehen hatte. Dort ziehen dann schon die ersten Schauer und Gewitter durch, aber wir brechen am Abend noch auf in Richtung Furth im Wald. Vor dem Losfahren machen wir die Kinder schon bettfertig, damit wir sie dann im Idealfall schlafenderweise einfach ins Bett legen können.
Hat aber leider nur halb geklappt. Elena will partout nicht einschlafen, ist aber irgendwann sauber grantig. Das größere Problem ist aber, dass wir irgendwann MIT dem lila Gewitterstreifen fuhren (schlimmste Kategorie), der bei RegenRadar angezeigt war und es so übel regnet, dass man auch mit den feinen Grabber Reifen nicht mehr gerne weiter fahren will. Also Plan für den Nachtplatz verworfen und via Google Maps einen in unmittelbarer Nähe gesucht und gefunden. Puh, das war knapp. Elena schläft dann aber hinten dank oder trotz des prasselnden Regens und grollenden Donners schnell ein und wir dann auch bald darauf und verbringen eine gute 1. Nacht.
Pfingstmontag, 6. Juni
Am Morgen sieht das ganze dann gleich viel besser aus und der Platz erweist sich als absoluter Glücksfall in vielerlei Hinsicht: ein kleiner Spielplatz, Kletterfelsen, gute Aussicht und eine Wiese voller spannender Krabbeltiere für die Becherlupe. Wir haben es nicht ganz eilig loszukommen.








Irgendwann brechen wir dann aber doch auf, weil wir ja nach Furth im Wald zur Erlebniswelt Flederwisch weiter wollen. Die kennt Simon von einem Ausflug mit Schülern und wir dachten, es könnte für Johannes ganz cool und spannend sein. Ist es auch. Aber auch für Elena und mich. Ein toller Garten mit ganz vielen Kuriositäten zum Entdecken und die geführte Tour machen beide auch super mit. Leider wird die große Dampfmaschine am Feiertag nicht vorgeführt. Dafür das Papiermachen, die Schmiede und die Transistormaschine (?).








Anschließend fahren wir weiter zum Drachensee, wo wir uns einen Nachtparkplatz ausgesucht hatten. Aber es war ja erst ca. 15 Uhr nachmittags als wir ankommen, also erst mal runter an den See und dann machen wir nach einer Kaffeepause noch einen Spaziergang am Ufer und über den See.

Danach beschließen wir, doch erst mal weiter zu fahren, aber nur zwei Kilometer an einen Naturbadesee. Dort wird auch geplanscht und zig Schnecken gesammelt und ein Taumelkäfer (wir dachten erst Gelbrandkäfer) in der Becherlupe genau begutachtet.

Da hätten wir zwar auch einfach bleiben können, aber so richtig super ist es nie, an der Straße zu stehen, also noch einen anderen Platz 15km weg angefahren, einen Wanderparkplatz im Wald. Perfekt. Noch schnell einen schönen Salat und ne Brotzeit zum Abendessen machen und schlafen. Diese Nacht ist der Regen leider oft sehr laut und wir schlafen nicht sehr gut.

7. Juni
Der Tag startet nass und mit anhaltendem Regen. Zum Glück schlafen wir immerhin bis fast 8. Dann erst einmal in Ruhe frühstücken und überlegen was der Tag bringen soll. Da sich eine längere Regenpause ankündigt, beschließen wir, nochmal nach Furth zu fahren und in den Wildgarten zu gehen. Da ist zum Glück kaum was los und wir erfreuen uns an dem üppigen Grün überall und den vielen Entdeckungsmöglichkeiten, wie der Unterwasserbeobachtungsstation, einem Irrgarten, einem (nachgebauten) T-Rex Skelett und dem größten Baumhaus überhaupt.







Dazu gab es aber keine wilden Tiere, sondern Libellen, Frösche, Fische und Unken für uns zu entdecken. Auch cool!


Um halb 3 sind wir wieder am Womo und es geht für uns weiter nach Gotteszell zur Oma, wo vor allem Spielen im Garten in der Matschküche, Walderdbeeren essen und Käfer sammeln angesagt ist.
8. Juni
Die Nacht in der Einfahrt war gut. Das Wetter ist besser als angesagt und wir brechen nach dem Heckenschneiden und Mittagessen auf nach Bodenmais, um eine kleine Wanderung am und um den Silberberg zu machen. Nachdem Simon „Rücken hat“, trage ich heute Elena in der Kraxe. Auf dem steinigen und steilen aber schönen Weg ist kaum was los, die meisten Leute fahren mit dem Sessellift rauf und anschließend mit der Rodelbahn wieder hinunter.

Simon und Johannes kraxeln noch auf den Gipfelfelsen, wir erkunden das Plateau. Sehr schön mit den ganzen Felsen und echt tolle Aussicht.



Wir steigen ab zur Mittelstation (bei so einem kleinen Berg ein etwas übertriebener Begriff) und erkundigen uns nach einer Bergwerksführung. Die dauert allerdings 45 Minuten und das ist uns dieses Mal zu lang und zu kalt, also essen wir lieber erst mal ein Eis und trinken was. Der freundliche Mann an der Kasse konnte uns auch erklären, wo wir anschließend die frei zugängliche Höhle finden würden, auf die wir uns schon besonders gefreut hatten.
Gut, dass wir fragen, weil sie ist wirklich überhaupt nicht ausgeschildert und außer uns ist auch keiner da. Zum Glück. Sowas cooles!!!! Nennt sich „der ausgebrannte Ort“.



Anschließend steigen wir auf dem kürzesten Weg, entlang der Rodelbahn ab. Simon und Johannes würden sogar nochmal mit dem Lift rauf und mit der Rodelbahn runter fahren wollen, sind aber zu spät dran. Der Spielplatz zum Klettern ist aber ein guter Trost und wir kommen ein ander Mal wieder, um nebenan noch den Woid Woife Weg zu erkunden.
9. Juni
Ein Regentag. Aber wir wollen eh weiterfahren. Also suchen wir nach dem Frühstück unsere Sachen bei der Oma zusammen und fahren nach Regen, wo wir kurz im Regen am Regen entlang spazieren und noch einen dm und Edeka Einkauf erledigen, bevor wir weiter fahren nach Bayerisch Eisenstein und dort spontan zum späten Mittagessen einkehren. Simon und Johannes schauen sich danach sogar noch das Lokmuseum nebenan an, Elena und ich bleiben im Womo und lesen.


Endlich geht es über die Grenze nach Tschechien und es sieht gleich auch ganz anders aus. Irgendwie noch grüner und weiter und wilder. Wir peilen einen Campingplatz an der Vydra an, den uns Simons Eltern empfohlen hatten. Unterwegs heben wir noch etwas Bargeld ab. Wir kommen kurz vor 17:00 Uhr im Regen an und es ist gar nicht viel los.

Ein Premiumplatz im Eck direkt am Fluss mit eigener Feuerstelle ist noch frei. Bis zum Stromanschluss reicht unser Kabel leider nicht, aber dank der neuen Batterie und Solar haben wir kein Problem damit. Einen kleinen Erkundungsspaziergang machen wir noch und dann ist eh Abendessen und Bettgehzeit.

