Teil 3 : Campingplatzleben

Eigentlich stehen wir ja gerne und sooft es geht frei: In der schönen Natur, ohne viele Menschen ringsum. Obwohl es ja bekanntlich in den nordischen Ländern das Jedermanns-Recht gibt, das besagt, dass man prinzipiell für eine Nacht überall stehen darf, tun wir uns bisher schwer, es auszunutzen.

Interessante Schotterwege im Wald oder Richtung Seen, die wir über Google Maps finden, sind immer mit Verbotsschildern ausgestattet. Auch unsere Park4Night App gibt nicht viel her.

Und so kam es am Freitag mal wieder zu einem gefürchteten Frusttag, wo wir besser doch noch eine Nacht länger am letzten Campingplatz geblieben wären. So übel war er ja dann doch nicht und das Wetter wäre gut genug gewesen, um das neue Boot endlich auszuprobieren. Aber wir sind mittags dann doch aufgebrochen, um noch ein bisschen weiter die Schärenküste hochzufahren.

Nach einer Stunde Johannes Schlaf waren wir bei Oskarshamm und haben eine Einkaufs- und Mittagspause gemacht. Der Supermarkt hieß Willy’s und war riesig – ganz nach meinem Geschmack. Nur schöne Erdbeeren gab’s nicht. Aber dafür sind wir auch nicht nach Schweden gefahren.

Nachdem sich Johannes aber nicht sonderlich auspowern konnte, war die Weiterfahrt für alle anstrengend und obendrein wurde auch noch das Wetter schlechter.

Einen einsamen Stellplatz am See wollten wir anfahren, aber der war leider schon besetzt. Also weiter. Laune aller Beteiligten wurde zunehmend schlechter. Dann regnet es auch noch. Ok Es hilft nichts, wir fahren auf einen Campingplatz in Gamleby.

Der Empfang ist nett, die Beratung zwecks Stehoptionen eher mau. Wir nehmen einen Platz ohne Strom mit Meerblick und bezahlen 350sk. Zum Vergleich: der letzte Platz am Meer hat 180sk gekostet. Hmm…

Als es zu regnen aufhört, suchen wir den Spielplatz auf und kochen Suppe. Das ist derzeit Johannes Lieblingsspiel.

Die Sonne kommt sogar kurz zum Vorschein und wir erkunden die Gegend.

Die Regenwolken bleiben aber in der Nähe und in der Nacht hat es ein ordentliches Gewitter. Da bin ich dann aber doch froh, nicht allein im Wald zu stehen.

Bis um 10 Uhr müssen wir den Platz wieder räumen. Immerhin müssen wir dieses Mal nicht mit Wasser und Klo rumtun, das ist ja erst am Tag davor erledigt worden.

Wir haben ein bisschen recherchiert und fahren ca. 25km weiter einen sehr gut bewerteten Campingplatz in Loftahammer in den Schären an. Dort scheint erst mal mega viel los zu sein, weil irgendein Lauf und ein Flohmarkt stattfinden. Man zeichnet uns an der Rezeption die wenigen Plätze ein, die noch frei sind und wir laufen alle ab und entscheiden uns für einen mit Meerblick gleich am Anfang.

Der Spielplatz und die Duschen sind nicht weit weg und die Dauercamper um uns herum sind schön ruhig.

Während ich mit Johannes auf dem Spielplatz bin, packt Simon endlich sein neues Spielzeug aus: ein knallrotes Gummiboot 🙂 genauer gesagt ist es ein Gumotex Solar Schlauchboot für bis zu 3 Personen, das man aber auch gut alleine paddeln kann. Und hier in den Schären ist es ideal, um eine Jungfernfahrt zu machen.

Das erste Aufbauen ist schwerer als gedacht, aber wird mit Übung sicherlich schneller gehen. Und dann kanns auch schon losgehen. Während Johannes im Bollerwagen ein spätes Nickerchen macht, erkundet Simon die Inselchen um uns herum. Ich räume auf und chille ein bisschen.

Abends erkunden wir noch den Strand, aber zum Planschen ist das Wasser zu grün und trüb.

Am nächsten Morgen frühstücken wir draußen. Das Meer ist noch ganz ruhig und Simon dreht gleich noch eine Runde mit dem Kayak, während Johannes und ich wieder auf dem Spielplatz und dann am Wasser sind. Heute ist es auch nicht mehr grün und trüb zum Glück.

Wir beschließen, noch einen Tag zu verlängern, weil das Wetter so gut ist und wir auch mal ausruhen wollen, wenn Johannes seinen Mittagsschlaf macht. Da wir am Strom hängen, starte ich nochmal einen Versuch mit dem MacBook und siehe da, nach einem Moment startet es. Juhu!!! Es ist zwar der 01.01.2001, aber sonst geht’s wieder.

Danach bauen wir seinen Pool auf und planschen ein wenig, bevor wir nochmal an den Strand gehen und ein Eis essen.

Johannes geht einigermaßen zeitig ins Bett und ich kann in der wunderschönen Schären Landschaft einen Drohnenakku verfliegen.

Danach packen wir noch das Boot ein und genießen den Abend.

Morgen wollen wir aber wirklich nicht auf einem Campingplatz stehen abends…

Jetzt zum Abschluss noch eine Frage: Gab es wieder soviel Werbung wie beim letzten Blogeintrag? Das finde ich nämlich sehr ärgerlich wenn das neuerdings der Fall ist und muss dann gegebenenfalls was ändern…

2 Gedanken zu “Teil 3 : Campingplatzleben

  1. Anonymous schreibt:
    Avatar von Unbekannt

    Zu deiner Frage: es gibt viel Werbung, aber meiner Meinung nach nicht übermäßig viel.
    Tolle Bilder, vor allem die von der Drohne, die Farben sind echt beeindruckend.

    Gefällt 1 Person

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