Sommerurlaub 2019 : ab in den Norden

Teil 1: Tour durch Deutschland

Wir sind wieder unterwegs! Und zwar ziemlich lange wenn alles einigermaßen gut läuft. Simon hat nämlich einen Monat unbezahlte Elternzeit vorne an die Ferien gehängt und wir sind am Mittwoch Abend um 20 Uhr gemütlich gen Norden losgefahren.

Ursprünglich wollten wir ja wirklich eine längere Deutschlandtour auf dem Weg nach Schweden machen, aber das lassen wir vielleicht für den Rückweg. Mal schauen.

Da Johannes um die Zeit normal schon schläft, konnten wir noch 3 Stunden fahren und sind bis Hof gekommen. In der Gegend haben wir bei Park4night einen Stellplatz am Fluss gefunden. Allerdings mussten wir ein paar Meter vorm Ziel nochmal umdrehen und einen Umweg von 6 Kilometern machen, da die kleine Brücke über den Fluss nur 2,8t aushielt. Und das um halb 12… Aber nachts im Finstern ankommen ist eh immer doof, vor allem wenn man dann noch einen Wachhund aufschreckt und der dann ewig bellt.

Aber am Morgen sah der Platz dann doch ganz schön aus und der Biergarten wäre sicher cool, aber solange wollten wir gar nicht bleiben. Nur bis Johannes sich ein bisschen ausgepowert hat und wir wieder ein paar Kilometer weiter fahren können.

Den nächsten längeren Zwischenstop machen wir in Dessau, wo wir einen Spielplatz ansteuern und später noch einen kleinen Einkauf machen, da wir ohne Vorräte losgefahren sind.

Auf Höhe von Berlin lese ich laut ein Schild vor: Karls Erlebnisdorf. Das hatte Simon kürzlich bei instagram gesehen und wir machen spontan einen Abstecher. Johannes wacht gerade von einem kleinen Nickerchen auf, als wir um 16Uhr ankommen. Der Eintritt ist frei, nur manche Fahrgeschäfte kosten was. Die Sachen, die Johannes toll findet sind gratis: Ziegen streicheln und füttern und die super Spielplätze mit Rutschen überall auch. Aber der Papa fährt auch eine Runde Traktor mit ihm. 🙂

Unser Fazit: mit kleinen Kindern sehr empfehlenswert, mit größeren könnte es teuer werden, weil der Konsum von Spielsachen usw schon sehr angeregt wird und Fahrgeschäfte wie Achterbahn auch was kosten.

Um kurz nach 19 Uhr gehen wir wieder und schaffen danach noch ein paar Kilometer. Es geht vorbei an vielen, vielen Windrädern und durch tolle Kiefernwälder.

So verbringen wir die Nacht dann am Plauer See in der Mecklenburger Seenplatte. Sehr cooler Platz!

Johannes ist noch länger wach, aber dafür schläft er auch länger am nächsten Morgen. In der Nacht regnet es und frühs ist es kühl und windig. Aber es gibt viel zu entdecken.

Mittags fahren wir weiter und schaffen es tatsächlich bis um halb vier nach Rügen, wo wir dann aber wirklich gleich nach der Brücke eine Pause brauchen und erst mal einen Spielplatz am Hafen von Altfähr ansteuern. Leider ist es sehr windig und kühl.

Wir kaufen uns Fish&Chips und suchen dann einen Campingplatz am Meer, da wir kein Wasser mehr haben zum Freistehen. Nach ein bisschen Hin und Her entscheiden wir uns für den Campingplatz in Thiessow und einen Platz ganz nah am Spielplatz, damit Johannes sich vorm Schlafen nochmal austoben kann. Ich freue mich über eine ausgiebige Dusche und gehe früh ins Bett.

Der Sonntag startet wieder kühl und windig und wir erkunden den nahegelegenen Strand, den man durch einen wunderschönen Kiefernwald erreicht. Wir beschließen direkt noch eine Nacht hier dran zu hängen und das Auto einen Tag stehen zu lassen.

Johannes schläft nach ausgiebigem Toben auf dem Spielplatz im Bollerwagen ein. Simon kocht und ich nutze die Gelegenheit um eine kleine Ladung Wäsche zu machen.

Nach einer großen Portion leckerer Gemüsepfanne ist Johannes auch ausgeschlafen und wir packen die Kraxe und den Rucksack, um mit dem Shuttlebus 3 Stationen nach Klein Zicker zu fahren und dort auf den Aussichtspunkt zu wandern. Endlich kommt auch die Sonne wieder raus!

Wieder unten machen wir noch eine kleine Kuchen-Pause am Imbiss und fahren mit dem Bus zwei Stationen zurück, um den Rest dann am Strand entlang heim zu laufen.

Bevor es zurück zum Womo geht, wird auch nochmal geplanscht und der Popo paniert. Aber dann heißt es schnell zurück und abduschen!

Am Montagmorgen ist gerade noch genug Zeit zum Duschen und einer Runde Spielplatz, bevor es anfängt zu regnen und wir aufbrechen. Johannes schläft bald ein und wir peilen erst mal den Fährhafen in Sassnitz an, um einen Platz auf der Dienstagsfähre nach Trelleborg zu buchen. So bleibt heute noch genug Zeit fürs Vorräte aufstocken und einen Besuch im Nationalpark.

Wir parken auf dem großen Womo Parkplatz in Hagen, wo man die Option hat, auch zu übernachten. Mal sehen. Erst einmal pilgern wir mit Heerscharen an Touristen durch den Buchenwald gen Königsstuhl.

Das Ziel vor Augen, brechen wir aber ab, weil 9,50€ Eintritt pro Person uns der Ausblick nicht wert ist und wir gehen noch ein paar Meter weiter zum Viktoriablick.

Schon schön hier, aber keine gute Gegend, um ein willensstarkes Kleinkind frei herumlaufen zu lassen. Die Klippen sind zu nah und die neuen Zäune haben unten locker Platz zum Durchkrabbeln. Nur für die Eltern dann halt nicht…

Zurück am Auto machen wir eine Pause und beschließen nicht mehr weiter zu fahren. Ist ja auch schon halb 5 und der Platz hat Sonne und einen herrlichen Blick auf die Felder und Wiesen.

Am nächsten Morgen frühstücken wir und parken dann auf dem anderen Platz nahe Sassnitz, um nochmal ans Meer Richtung Wissower Klinken zu gehen.

Und dann aber schnell wieder zurück und ab auf die Fähre nach Schweden!

2 Gedanken zu “Sommerurlaub 2019 : ab in den Norden

  1. Sina schreibt:
    Avatar von Sina

    Der kleine Mann ist mit großen Augen auf Entdeckungsreise, es ist so schön, zu sehen, wie neugierig er auf die Welt ist 😍 wünsche euch eine spannende und erfüllende Reise 😘

    Like

Hinterlasse einen Kommentar