Traumstrand-Hopping

Drei Tage Müßiggang liegen hinter uns, so wie es auch sein sollte im Urlaub. Ok, wir würden lieber ein bisschen mehr wandern, aber ich hatte ja schon erwähnt, dass wir alle drei noch etwas kränkeln und deswegen ließen wir es die letzten Tage nochmal langsam angehen. IMG_E9093

Den letzten Blogbeitrag habe ich am Capo Pecora geschrieben, als Johannes gerade einen ausführlichen Mittagsschlaf in seinem Bollerwagen machte. Den mitzunehmen hat sich also definitiv gelohnt. „nicht zum Transport von Kleinkindern geeignet“ heißt es in der Beschreibung bei Amazon. Wir finden aber schon. 😉

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Weil unsere Nachbarn so nett waren und wir viel geratscht haben, sind wir bis nachmittags an dem Stellplatz geblieben. IMG_9104IMG_E9101Aber wie sooft wenn man gerade einen schönen Platz hat, ist entweder das Klo voll oder das Wasser aus… Deswegen sind wir dann zwei Buchten weiter gefahren bis zum offiziellen Womostellplatz in Buggeru, der direkt am Meer ist und für 10€ (ohne Strom) Entleerungsmöglichkeiten und eine Dusche (naja….) bietet. Das Wasser war leider als nicht trinkbar deklariert und damit wollten wir unseren Tank dann doch nicht vollmachen… Aber hey, der Strand war schön und Johannes hatte Spaß. IMG_E9117IMG_E9116IMG_E9138IMG_E9145IMG_E9149

Da wir ihm nachmittags einen kleinen Powernap genehmigt haben, war er aber mal wieder nur schwer und spät zum Schlafen zu bringen. Hat also alles vor und Nachteile… Aber hey, ich konnte den Sonnenuntergang sehen! IMG_E9152IMG_E9156IMG_E9158

Am Mittwoch sind wir nach dem Frühstück mit dem Bollerwagen zum Einkaufen gefahren, was eine prima Idee war. Ok, im kleinen Supermarkt war er etwas sperrig, aber sonst 1A. IMG_E9164IMG_E9168

Die Stellplatznachbarn haben uns eine kleine Bäckerei empfohlen, die soviele leckere Sachen in der Auslage hatte, dass man sich gar nicht entscheiden konnte. Süße Ravioli mit Ricotta-Limone-Honig Füllung, ein Pain au chocolat, ein Vanillecroissant und ein normales Croissant für Johannes haben wir nebst einem Brot mitgenommen. Da kann man dann mal ausnahmsweise gleich ein zweites Frühstück einnehmen, bevor man nochmal zum Strand runtergeht. IMG_E9170IMG_E9181IMG_E9183IMG_E9188

Danach verlassen wir Buggeru und fahren weiter Richtung Cala Domestica, wo uns angeblich eine sehr schöne Bucht erwartet. Da Johannes auf der Fahrt eingeschlafen ist und sich dann aus dem Sitz nach hinten ins Bett legen lässt, können wir gemütlich Mittagessen und ein bisschen chillen, bis er wieder aufwacht.

Danach geht’s vor an den Strand, der wirklich sehr schön ist! Wie überall liegen aber zu tausenden oder Millionen die Überreste gestrandeter Segelquallen (ungiftig) im Sand. Frisch sehen sie so aus: IMG_E9217IMG_E9214APQA3221AWGL4153IMG_E9229IMG_E9230

Johannes ist vom Wasser wie immer magisch angezogen und wir ziehen ihn bis auf den Body aus, damit er ein bisschen im Wasser rumstapfen kann, schließlich ist es hier endlich mal windstill und warm.

Natürlich dauert es nicht allzu lange, bis der Popo doch im Wasser landet und wir gehen dann schnell zum Auto zurück, um ihn umzuziehen. Ganz fit ist er ja doch noch nicht. Panierter Popo sieht aber witzig aus… 😉 IMG_9240

Wir fahren weiter die Küstenstraße entlang, die von den Ausblicken locker mit Big Sur in Kalifornien mithalten kann. So schön!! IMG_E9247

Unseren nächsten Stellplatz finden wir am langen Sandstrand von Fontanamare. Ein sehr großer und im Sommer sicherlich megavoller Parkplatz, aber zu dieser Zeit ist er abends wenn die paar Ausflügler weg sind fast leer. Drei andere Womos stehen noch rum. Während ich koche wuseln Johannes und Simon am Strand und Parkplatz rum. IMG_E9254IMG_9277IMG_9262

Von den netten Nachbarn am Capo Pecora hatten wir den Tipp bekommen, die „Windy“ App zu laden, da diese ziemlich genau den Wind vorhersagt und anzeigt. Eigentlich ist die App für Wind- und Kitesurfer, die dann genau dorthin fahren, wo wir jetzt wegwollen. Die nächsten Tage sollen im Süden richtig heftig werden und wir werden uns windstillere Orte an der Ostküste suchen. Die ersten Vorboten spüren wir am Donnerstagmorgen, als unser Bus eine kleine Sandstrahldusche bekommt, während wir frühstücken.

Unser Wassertank ist mittlerweile schon länger auf Reserve und es wird wirklich Zeit, Wasser zu finden und aufzufüllen. Ein erster potentieller Wasserhahn, der im Womoführer verzeichnet ist, hat auch kein Trinkwasser. Dafür kommen wir an einen schönen Botten mit Flamingos und toller Binnenlandschaft. IMG_E9284IMG_E9285JGEX3056YJHY4564

Wir fahren weiter zum nächsten Ort und haben wieder kein Glück, allerdings fragen wir zwei Münchner Womobilisten und die geben uns einen tollen Tipp, doch nochmal ein paar Kilometer hochzufahren und einen Womostellplatz anzufahren, unweit der Flamingos von vorher. Hoffnung auf Erfolg haben wir kaum, aber fahren trotzdem los und siehe da, es ist ein schöner Platz mit Kiosk und Frischwasser. Wir bestellen uns zwei Cappuccinos, weil Johannes noch schläft und bezahlen die 5€ Parkplatzgebühr für einen halben Tag. DEMV6583

Simon füllt den Tank und Ersatztank komplett auf und leert die Kassette auch nochmal aus, bevor wir nach vorne an den Jamaica Beach gehen. Wieder traumhaft klares Wasser. Am Strand liegt aber noch das Seegras vom Winter, macht aber nichts. Außer uns ist dafür sonst keiner da. Ein Traum! IMG_E9294YBIY9246IMG_E9297IMG_E9296IMG_E9301IMG_E9303

Mit vollem Wasser- und leerem Klotank machen wir uns auf die etwas längere Fahrt Richtung Ostküste, da wir ja dem Wind ein bisschen entkommen wollen. Noch ein kurzer Zwischenstop im Supermarkt und dann geht’s los Richtung Capo Ferrata. Unterwegs checke ich auf Google Maps die Gegend in der Nähe und wir fahren einen Strand an, den man nur über eine Schotterpiste erreicht. Geht aber gerade noch. Was für ein Wahnsinnsstrand, eventuell der schönste, den wir bisher gesehen haben. IMG_E9311IMG_E9310IMG_E9314IMG_E9318IMG_E9319IMG_E9323IMG_E9335TAVL8700

Der Parkplatz selber ist aber sehr klein und man hat keinen Ausblick, so dass wir lange hin und her überlegen, ob wir bleiben sollen. Trotz des auffrischenden Windes kann ich es nicht lassen, die Drohne einmal hochzuschicken. Da mir aber gleich starker Wind angezeigt wird und ich noch kein besonders geübter Pilot bin, mache ich nur schnell ein paar Fotos ohne lang rumzutun und hole sie dann doch lieber wieder zurück. Zu groß ist die Angst, dass ich sie verliere. DJI_0021DJI_0025DJI_0024DJI_0029

Da hier am äußersten Süd-Ost-Zipfel der Insel ein Traumstrand neben dem nächsten ist, beschließen wir noch ein Stück weiterzufahren und finden einen perfekten Stellplatz auf einer ebenen Parkplatzwiese am Spiaggi di Simius. Hier kann sich Johannes nochmal richtig auspowern und geht mit Simon vor zum Strand, während ich koche. Es gibt wie fast jeden Tag Nudeln, aber hey, wir sind im Urlaub und groß aufkochen ist hier nicht drin. Das frische Pesto ist aber auch wirklich lecker! IMG_E9342KHGYE0935DQVY8207VKLW4626

Abends gesellen sich noch drei österreichische Busse sehr nah zu uns und eigentlich fragt man sich was das soll, weil ja noch unglaublich viel Platz überall ist, aber wir kommen sehr nett ins Gespräch und sind dann nicht mehr ganz so sauer. Der Platz ist zum Glück erfreulich windgeschützt und wirklich schön! Hach Vorsaison ist schon toll. Da nimmt man gerne ein paar Grad weniger in Kauf, wenn man dafür alle Strände für sich hat.

Am Morgen heute ist der Strand auch menschenleer, aber der Wind hat das Meer schon etwas aufgemischt und das Wasser kommt am flachen Strand recht weit hoch. Johannes mag auch nicht selber laufen, weil der Sand in seiner Höhe doch recht weht, aber ein paar Muscheln sammeln wir dennoch wieder. IMG_9391IMG_9380IMG_9387IMG_E9399IMG_E9370LBUG9724

Gerade schläft Johannes wieder im Bollerwagen und ich habe Zeit das hier alles zu schreiben. Es ist jetzt fast Mittag und wir haben es nicht eilig von hier wegzukommen. Gerade wird der vierte Kaffee des Tages fertig. Nachher werden wir Richtung Capo Ferrato hochfahren. Je nördlicher wir kommen, desto weniger Wind sagt die App uns voraus. Prinzip Hoffnung. Anscheinend scheint hier ein Kite-Hotspot zu sein, denn mittlerweile sind noch sieben große Weißwände angekommen. Wir suchen das Weite…

Hier geht es weiter: Vom Winde verweht…

2 Gedanken zu “Traumstrand-Hopping

  1. Sina schreibt:
    Avatar von Sina

    Offensichtlich habt ihr auf Sardinien mehr Glück als wir. Hier stürmt es seit Tagen und heute Nacht hat es sogar heftig geregnet.
    Im Laufe des Tages kam zwar auch die Sonne etwas heraus, aber wirklich gutes Wetter ist hier nicht in Sicht.
    Vielleicht haben wir morgen mehr Glück, da gehen wir auf Erkundungstour.
    Tolle Bilder, wie immer 😊

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