… ja, das ist mein Ernst. Der gute alte Gardasee. Wie man da neue Abenteuer erleben kann, fragt ihr euch? Na, wenn man einen neuen Reisepartner hat natürlich! Einen zwar noch recht kleinen, aber trotzdem dreht sich schon alles um ihn. Unser Zwergi (bald 4,5 Monate alt) war zwar indirekt letztes Jahr auch schon in Frankreich, in der Schweiz und Slowenien dabei, aber jetzt braucht er einen eigenen Sitzplatz im Bus und der ist sogar so groß, dass der Standarttisch erst mal ausgebaut und durch einen schmaleren ersetzt werden musste damit die Babyschale samt isize Platz hat. 
Aber die Kombi war dann gleich so bequem, dass Johannes bis nach Trento wunderbar durchgeschlafen hat. Juhu. 😊

Sein Schafi ist auch immer mit dabei, aber selten angeschnallt. 😉
Das Reisejahr 2018 kann also beginnen und wir freuen uns sehr darauf, mit unserem Schatz die Welt durch seine Augen nochmal neu zu entdecken, auch wenn die Wanderungen erstmal kürzer und weniger steil und die Autofahrten am Stück auch kürzer und mit mehr Pausen sein werden, aber das ist es allemal wert!
Da unser Bus erst ab April angemeldet ist, sind wir also ganz gemütlich am Ostersonntag um 13:00 Uhr losgestartet, nachdem das Packen sich doch etwas in die Länge gezogen hat und durch Still- und Wickelsessions immer wieder unterbrochen werden musste. 😉 Nein, wir haben uns einfach Zeit gelassen und sind’s ganz ohne Hektik angegangen und waren dann gegen 5 schon in der Gegend bei Trento zur ersten Pause.
Eigentlich wäre ein Spaziergang in Arco ganz schön gewesen, aber am Ostersonntag war jeder Parkplatz gefühlt doppelt belegt und die Menschen schoben sich durch die Gassen. Nein danke. Also weiter. Ich sollte noch erwähnen, dass wir wie immer nichts vorgebucht hatten und spontan unterwegs waren. Einen Campingplatz bei Limone haben wir angefahren, aber der war überfüllt und eh nicht so unser Ding, auch wenn man auf den See runterschauen konnte.
Aber das war unser Glück, da wir dann weiter nach Campione gefahren sind und einen Traum-Stellplatz direkt am See gefunden haben. Für lau. Und mit diesem Ausblick: 






Gekocht haben wir aber nicht mehr, sondern nur dem Supermarkt noch einen schnellen Besuch abgestattet.
Ganz schnell war übrigens klar, dass Kind und Wohnmobil eine perfekte Kombi sind! Hinten auf dem Querbett kann man perfekt wickeln, schlafen, spielen und stillen. Und sogar die Wippe passt drauf. Ideal!! 
Die erste Nacht war aber nicht ganz so ideal, weil man an der Straße einfach doch oft Lärm hat, aber dafür war am Morgen der Ausblick umso besser!









Bisher scheint es Johannes ganz gut zu gefallen. 😅 Die Wippe haben wir sogar auch mitgenommen, und damit sie nicht nur im Weg umgeht, wird sie auch genutzt! 
Einen Spaziergang haben wir auch noch gemacht nach dem Mittagessen. 




Dann wollten wir nach Vesio hinauffahren und da gibt es wohl mehrere Wege, zumindest in der Theorie. 😳 Simon wollte mir die theoretisch wunderschöne Strecke über Tremosine zeigen, die Warnschilder mit maximaler Höhe (3m) und Breite (2,20) wurden nach einem Blick ins Fahrtenbuch (2,80m hoch 2,05m breit ohne Spiegel) als nicht zutreffend abgetan. Man konnte gleich sehen, dass viel Verkehr auf der Strecke war und es nur langsam voranzugehen schien. Nur Motorräder kamen schnell durch. Und gleich der erste, der uns entgegen kam hat den Kopf geschüttelt und uns zu verstehen gegeben, dass er nicht glaubt, dass wir weiterfahren sollten. Das haben dann auch noch 2-3 andere gemacht und da wir zum Glück (!!!!!!!!!!!) erst ca. 500m gefahren waren, haben wir uns zu der einzig richtigen, wenn auch mega Kamikaze Aktion entschieden, rückwärts wieder runter zu fahren. Umdrehn ging ja nicht, da die Straße eben von der schmaleren Art war. Ich also raus ausm Auto und die Straße runterglaufen um die hochfahrenden Autos gleich unten wo es noch breiter war zum stehen zu bringen, damit Simon dann ganz langsam rückwärts auf der Gegenspur an ihnen vorbei nach unten rollen konnte. Krasse Aktion. Der Regensburger VW Bus hinter uns hat es uns gleichgetan. Man oh man. Klingt jetzt beim Lesen vielleicht nicht so wild, aber wenn wir weiter gefahren wären, wären wir irgendwann festgesteckt, weil zuviele Autos auf der Strecke waren und die Ausweichbuchten dann nicht mehr ausreichten. 🙈
Ein ander Mal. Mit dem kleinen Ford. Und nicht am Ostermontag… die Straße schaut auf Google wirklich toll aus… Johannes hat die ganze Aktion übrigens brav verschlafen. 😅
Nach Vesio sind wir dann aber trotzdem hoch und haben wieder frei auf einem Parkplatz übernachtet, von wo aus wir noch eine kleine Wanderung gemacht haben. Naja Spaziergang eher. 





Die Nacht war viel angenehmer und leiser, weil da oben einfach weniger Autos vorbeifahren. Aber kalt wars dann in der Früh irgendwann, weil die Batterie leer war und somit die Heizung nicht mehr ging, also sind wir schon um 8 nach nur einem schnellen Kaffee aufgebrochen, um die Batterie zu laden. Es wird definitiv Zeit für ein Solarpanel auf dem Dach!! 


Es ging Richtung Sirmione, die ganze Westküste entlang, die mir ehrlichgesagt ziemlich unbekannt ist. Vorbei ging es auch nochmal an der Stelle, wo wir besser gar nicht abbiegen hätten sollen gestern: 

Und auch einen Blick auf unseren ersten Stellplatz in Campione konnten wir nochmal erhaschen: 
Unser Mitfahrer hat wieder die meiste Zeit brav geschlafen, was gut war, weils doch ein gutes Stück Fahrt bis Sirmione war und wir dort um 9:28 Uhr ankamen auf einem großen Parkplatz in 2. Reihe mit vielen anderen Wohnmobilen. Das Wetter war auch erst mal eher mau, aber da wir ohnehin noch frühstücken wollten, war das alles halb so wild. 

Und da Sirmione ein absoluter Touriort ist, hab ich heute auch mal fotografiert wie einer… 








War aber trotzdem ganz schön so.




Bis kurz nach 1 waren wir auf der Halbinsel spazieren, das Parkticket kostete stolze 13,20€ 😳 aber dafür haben wir sonst nichts ausgegeben.
Danach gings endlich in einen schönen großen Supermarkt und wir haben lauter Leckerlis für das späte Mittagessen eingekauft, das wir auf unserem nächsten Stellplatz in Monzambano verputzten. Genialer Platz am Ententeich, 14€ die Nacht inklusive Strom und Wasser. War alles dringend nötig!


Dann erstmal gechillt und geduscht und abends noch in eine super Pizzaria gewagelt, die uns ein Kollege von Simon mit samt dem Stellplatz empfohlen hat. Falls ihr je in Monzambato seid, hingehen: Il Giglio!



Jetzt regnet es leider gerade und der Wetterbericht für die nächsten zwei Tage ist auch nicht gerade berauschend… zumindest hier in Norditalien. Also mal schaun wo es uns morgen hinverschlägt. Gute Nacht einstweilen!
Sehr schön ihr Lieben! Lasst es euch gut gehen! Viel Spaß noch!!
LikeGefällt 1 Person
Ich hab fast das Gefühl dabei zu sein… 😉 Toller Bericht! Ich pass während Eurer Abwesenheit auf die Nachbarterrasse auf… Sollte mir heute bei sonnigen 20 Grad leicht fallen (ich weiss, das war fies…. :).
Bin gespannt, wo’s Euch noch hin verschlägt… Schöne Reise noch und lieben Gruß! Marlies
LikeGefällt 1 Person
Hört sich alles gut an
LikeLike