Go with the flow 

Das ist derzeit irgendwie unser Motto, da wir nach wie vor ohne großen Plan und Ziel unterwegs sind, sondern uns einfach treiben lassen. Und das bei einer Reisegeschwindigkeit von selten mehr als 70kmh 😉 schön, mal völlig zu entschleunigen und den Moment zu genießen!

Heute ging es nach dem Frühstück gemütlich von Orpierre über den Col de Petry (1302m) in Richtung Mont Ventoux, dem höchsten Berg der Provence. Von dem Pass aus hatte man auf jeden Fall einen genialen Blick auf die umliegenden und auch die weiter weg liegenden Berge. 

Der Zufall (und das Navi) führten uns mittags durch den beschaulichen Ort Buis-les-Baronnies, wo wir unser Womo spontan zwischen den Platanen parkten und uns zum Mittagessen in eine gut besuchte Brasserie setzten, draußen natürlich. In Frankreich scheint man den Brauch am Karfreitag kein Fleisch zu essen nicht zu kennen… 😏 und ein Hauptgericht mit Fleisch und Beilagen für 12€ ist sowieso super, vor allem wenns auch noch schmeckt! 

Komisch eigentlich, dass einem jedes einzelne Dorf hier so gut gefällt, mit den engen Gässchen und den bunten Häusern mit den farbig abgesetzten Fensterläden. Wieso sind in Deutschland eigentlich fast alle Häuser weiß? So schade! Und diese Renovierungs- und Modernisierungssucht haben die Franzosen wohl auch nicht. Zum Glück muss man sagen! Sonst würde die Gegend hier ihren ganzen Charme verlieren…

Schon bei der Anfahrt zum Mont Ventoux zeigten uns Schilder an, dass der Gipfel und der Pass leider noch gesperrt waren, man aber bis zum unterhalb liegenden Mont Serein fahren kann, was wir dann auch gemacht haben. Auch hier hatte man einen tollen Ausblick und wir sind ein paar Schritte gelaufen und haben ein kleines Nickerchen gemacht. Hach so praktisch, immer sein Bett dabei zu haben! 

Wir haben dann lang hin und her überlegt, ob wir direkt oben stehenbleiben wollen über Nacht oder doch noch weiterfahren sollten. Im Endeffekt haben wir auf halber Strecke den Berg runter zufällig einen nicht ausgeschriebenen Stellplatz entdeckt, wo wir das Womo fast verstecken konnten hinter den Kiefern und es gab sogar einen Tisch mit Sitzbänken und noch besser einen Aussichtsfelsen direkt daneben. Herrlich! 

Da es noch nicht spät war haben wir nochmal die Gegend und die Kiefernwälder erkundet und nach dem Abendessen unser Hörspiel zu Ende gehört. Ein Mann namens Ove. Kennt vielleicht der ein oder die andere. Ansonsten empfehlen wir es an dieser Stelle, auch wenn es am Anfang ein bisschen zäh war.

Mal schaun was der Flow uns morgen bringt. Richtung Gigondas soll es gehen, wo wir gerne eine Wanderung machen würden im Dentelles de Montmirail Gebirge.

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