Schon fast einen Monat ist es her, seit wir aus dem Schweizurlaub wieder zu Hause sind. Die restlichen Sommerferien waren nicht so spektakulär wie ein „unterwegs“ Urlaub, dafür aber stressfrei und dank der vielen Sonne zu Hause auch sehr schön! Nun hat vor einer Woche die Schule für Simon wieder begonnen und der Alltag hat uns wieder. Alltag heißt in unserem Fall zwei lange Arbeitstage für Simon am Montag und Dienstag, dann ein wieder freier Mittwoch (juhu!!) und zwei kurze Tage noch am Donnerstag und Freitag. Das passt!
Da nun der Wetterbericht für Sonntag gut war, hatten wir überlegt, mal wieder an den Walchensee zu fahren mit dem Wohnmobil. An und für sich keine schlechte Idee, aber so richtig Bock auf packen und alles einräumen mit Tisch umbauen usw. hatten wir überhaupt nicht. Außerdem hatten wir noch deutlich die teilweise recht lauten und stressigen Autofahrten im Hinterkopf, wenn Johannes mal wieder keine Lust auf seinen Kindersitz hatte…
Wandern wäre zwar auch eine feine Alternative gewesen natürlich, aber Simon hatte mit seinem Knöchel leider nochmal Pech und ist seit der Wanderung in der Gleirschklamm noch zweimal umgeknickt. Diagnose: zwei gerissene Außenbänder, ein Muskelfaserriss im Unterschenkel, eine gerissene Kapsel und am schlimmsten ist wohl ein Knochenmarksödem, mit dem gar nicht zu spaßen ist. Deswegen trägt er jetzt auch häufig seinen Strumpf und die Schiene als Stütze, in der Hoffnung, dass alles doch schneller wieder heilt und wir bald wieder wandern können. Drückt uns bzw. ihm die Daumen!
Aber bevor das Wochenende wieder vorbei geht und man nur daheim rumfletzt, greift man’s doch an und für eine Nacht und einen Tag ist die Menge an Sachen, die mitmüssen, auch überschaubar. Außerdem hat Johannes mittlerweile schon fast sowas wie einen Rhythmus und wir sind taktisch klug um halb 7 abends rum am Samstag losgefahren, als er schon seine Nachtwindel und seinen Schlafanzug anhatte. Er musste dann später nur noch vom Sitz nach hinten ins Bett verfrachtet werden. Easy.
Übernachten wollten wir wieder am Sylvensteinspeicher. Spontan sind wir aber am Nachtparkplatz vorbeigefahren, weil er auch schon recht voll war, und haben einen Parkplatz ein paar hundert Meter weiter rechts angesteuert, wo es eigentlich nicht so ganz erlaubt ist zu übernachten. Da wir aber Womo Nummer 4 waren, fiel uns die Entscheidung nicht ganz so schwer zu bleiben. Also Johannes nach hinten verfrachtet, in seinen Schlafsack gesteckt und noch ein bisschen bei ihm gelegen, bis er fest eingeschlafen ist. Dann gab’s noch ne kleine Brotzeit für uns und ein geteiltes Bierchen als Betthupferl.
Nach einer gar nicht mal so schlechten Nacht (inkl. 1x wickeln um 4Uhr) waren wir um halb 7 alle auf und nach einem Kaffee erkunden wir erstmal die unmittelbare Umgebung am Seeufer. Ziemlich cool hier bei dem Parkplatz! 
Ich habe zur Abwechslung mal die große Kamera dabei mit einer 35mm Festbrennweite.








Simon ist übrigens weiterhin seinem Vorhaben treu, herumliegenden Müll aufzuheben und sammelt schon hier drei Plastikteile ein. Finde ich super und nachmachenswert!
Um viertel nach 7 brechen wir noch ohne Frühstück auf Richtung Mautstraße von Vorderriß nach Wallgau, eine unserer absoluten Lieblingsstraßen. Johannes schläft fast gleich zu Beginn ein und wir machen ein paar Fotostopps zwischendrin. 











Von Wallgau aus ist es dann nicht mehr weit bis Einsiedel, von wo aus die zweite Mautstraße bis Jachenau am Walchensee entlang losgeht, die aber mit dem Tagesticket für die erste Mautstraße schon mitbezahlt ist. Wir fahren einmal das ganze Südufer ab, bis wir einen Frühstücksplatz finden und unser Porridge und eine zweite Tasse Kaffee kochen. 






Als die Sonne durch die Bäume blitzt, muss ich schnell ein paar Portraits von meinen Männern machen… 🙂



Johannes gefällt seine Spielwiese hinten im Bett auch wieder richtig gut.



Als die Sonne dann schon ganz da ist und bei Johannes die Müdigkeit anfängt, parken wir um und wageln am wunderschönen Seeufer entlang Richtung Sachrang, aber nur soweit es Simons Fuß gut mitmacht.








Johannes verschläft fast den ganzen Spaziergang und wacht erst am Auto zurück wieder auf. Wir machen uns dann mittags noch Rührei mit Speck und treten schon um kurz vor 2 die Heimreise an, da mittlerweile ziemlich viel los ist und wir auch ein bisschen müde sind. Aber es war ein super Ausflug und auch wenn es nur für eine Nacht war, werden wir sowas öfters machen.
Ich liebe es, wenn das Wasser der Seen so türkis leuchtet und wenn der Fluss dann auch noch türkis strahlt ♥
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Absolut ja! 😍
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