Bei dieser Wetterprognose fürs vergangene Wochenende konnten wir einfach nicht anders und beschlossen, mal wieder einen Ausflug mit zwei Übernachtungen in unserem Womo zu machen. Das Packen dafür ähnelte zwar dem vor einem Urlaub, weil gefühlt braucht man fast genauso lange und genauso viel Zeug, aber Hauptsache wir kommen noch Freitagabend los und wachen dann am nächsten Morgen schon woanders auf. Und zwar mal wieder am Nachtparkplatz am Sylvensteinspeicher, wo man herrlich zwischen vielen Bäumen stehen kann. Und das gerade mal für 4€.
Nach dem Frühstück und noch bevor die Sonne richtig rauskam sind wir kurz an den See runter. 


Dann gings aber gleich los Richtung Mautstraße, die von Vorderriß bis Wallgau geht und 7€ kostet für Womos. Aber das ist es allemal Wert, weil man an der glasklaren Isar entlang fährt und solche Ausblicke bekommt:






Um 9 Uhr waren wir dann in Scharnitz auf dem Parkplatz (6€/Tag), aber bis wir die Brotzeit und alles beinanda gehabt haben für die Wanderung und losgekommen sind, war es 10 und schon gut warm.
Die Tour zur Gleirschklamm hatte Simon zufällig im Internet entdeckt und sie war mit 3:30h und 330hm beschrieben als gut machbar und leicht zu gehen. Ich hatte Johannes wieder vorne in der Trage, der mit 9kg aber auch immer schwerer wird. 😅 Aber noch macht mein Kreuz des gut mit… vorm Sommerurlaub muss aber noch eine Kraxe her, weil er bis dahin ja wirklich gut stabil selber sitzen kann. 



Erst ging es wieder an der wunderbar türkisen Isar entlang, aber teilweise viel weiter oben.
Als wir schon dachten wir sind falsch gegangen, fragten wir nach und bald konnten wir einen ersten Blick auf die Klamm erhaschen:
Und dann gings los, ein schmaler Pfad, leicht zu gehen, aber stolpern sollte man lieber nicht!







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Am Ende der Klamm haben wir dann ein Stückerl Wiese im Schatten gefunden und Brotzeit gemacht.



Dann gings aber nochmal hoch, hoch und hoch, bevor es wieder runter zum Ausgangspunkt der Klamm ging. Was für ein Hatsch… 
Simon nutzte die Pause, um seinen Knöchel zu kühlen. Er war bereits zu Beginn der Wanderung umgeknickt und der Fuß mittlerweile dick geschwollen. Ohje. Johannes und ich verschnaufen. 
Der Rückweg zieht sich etwas und wir machen mehrere kleine Päuschen.
Da wir an der kleinen Scharnitzalm keinen Schattenplatz mehr bekommen, muss mein Kuchenhunger warten. Nach 4 Stunden Gehzeit und über 13km bei 544hm kommen wir ein bisschen unterzuckert und mit müden Beinen am Parkplatz an. Gut, dass es dort ein Café gibt und der Kuchen war auch noch lecker!
Nach kurzem Hin- und Herüberlegen, ob wir gleich zurück an den Sylvensteinspeicher fahren, damit wir nicht nochmal Maut zahlen müssen oder doch an den Walchensee, gewann letzterer. Eigentlich wollten wir hier auch unser Mautticket nochmal nutzen und kurz vor an den See fahren, aber zum Glück entschieden wir uns, erst mal abzuchecken wieviel Platz denn noch auf dem Womo Stellplatz ist. Denn da war nicht mehr viel… also haben wir uns einen der letzten Plätze an der Wiese geschnappt und die Decke für Johannes ausgebreitet. Denn hinten im Womo-Bett kann man ihn nicht mehr alleine rumwursteln lassen…



Simon hat dann gekocht und Johannes schien müde zu sein, aber irgendwie wollte er so gar nicht einschlafen hinten… also nochmal „Kuckuck“ gespielt mit Papa… 
Dass der Stellplatz so voll war, liegt zum einen dran, dass er nur 6€/Tag kostet und zum anderen, weil man entlang des Seeufers an der Mautstraße (eigentlich) nicht übernachten darf. Außerdem haben ja manche Bundesländer schon Ferien, aber gefühlt war vor allem die VW-Bus Dichte aus München sehr hoch.
In der Früh sind wir dann direkt los, haben wieder 7€ für die Mautstraße bezahlt, und uns einen tollen Schattenparkplatz an einer großen flachen Wiese am See gesucht. Da gabs dann erst Mal Frühstück!




Frühs war es noch windstill und der See ganz klar. Als die Sonne durchkam zeigt er sich in seinen schönsten Farben. 



Zwischendrin musste Johannes schlafen, aber im hellen Womo fiel es ihm nicht sehr leicht. Und wenn die Rollos hinten zu waren, wollte er sie immer eindatschen. Also half nur ein Trick…


Nach dem Schläfchen war draussen der Wind angekommen und es war trotz Sonne recht frisch. Das Wasser erinnerte an den Gardasee. 



Johannes war abgesehen von etwas zu wenig Schlaf auch vom Durchkommen der oberen Schneidezähne sehr geplagt und so traten wir mittags die Heimreise an. Dazu sind wir zurück nach Wallgau gefahren und dann die Mautstraße bis Vorderriß, weil die so schön ist und das Tagesticket für beide Straßen gilt. 
So Ausflüge werden wir definitiv öfters machen! Man fährt zum Sylvensteinspeicher von uns aus nicht mal 1,5 Stunden und auch wenn sich die vielen kleinen Ausgaben für Parken und Maut aufsummieren, ist es immer noch billiger als abends mit der Sbahn nach München reinzufahren und gscheid weg zu gehen. Aber das kommt auch irgendwann wieder… 😉