Bosa

Also wie schon im letzten Post gesagt, haben wir entlang der Küstenstraße am Freitagabend keinen Stellplatz für die Nacht gefunden. Die nette Mama, die wir kürzlich am Strand getroffen hatten, hatte uns aber von Bosa vorgeschwärmt und einen Womo Stellplatz direkt am Fluss erwähnt, neben der Fußgängerbrücke in die Altstadt.

Da war leider aber nichts mehr frei, also sind wir ein kleines Stück weiter gefahren und haben auf einem großem Platz geparkt, auf dem noch ein anderes Womo stand.

Wäre super gewesen, wenn das Kopfsteinpflaster nicht so laut gewesen wäre bzw ein Metallgitter, über das die Autos drüber fahren. Also nochmal umgeparkt, aber nur 10m Luftlinie nach hinten, wo noch ebenere und ruhigere Plätze waren. Ja so ist das oft beim Nachtplatz suchen…

Obwohl es schon recht spät war, sind wir noch ein paar Schritte gelaufen, weil das Licht so herrlich war und wir waren gleich total begeistert!

Bis wir dann noch geduscht und gekocht haben war es 22:00 Uhr.

Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich auf den Markt gehen, weil ich irgendwas auf einem Schild gelesen hatte, aber da war dann nichts, als wir es um 10 rum endlich raus geschafft hatten nach dem Frühstück. Länger hätten wir es im Womo auch nicht mehr ausgehalten, da es mittlerweile sehr heiß war.

Erst waren wir uns die wunderschöne Kirche anschauen und sind dann durch die Fußgängerzone geschlendert. Ein Andenken haben wir uns auch gekauft von einem lokalen Künstler. Und Simon brauchte dringend eine neue Sonnenbrille. Wer sich die bisherigen Fotos von ihm mit Sonnenbrille genauer angesehen hat, hat vielleicht bemerkt, dass ein Bügel fehlt. 😉 Nach erfolgreichem Kauf gab es noch ein Eis, nachdem ich die nette Optikerin nach einem Tipp gefragt hatte. Jup, war lecker!

Danach wurden die kleinen Gässchen erkundet. Häuser in allen Farben und kleine enge gepflasterte Sträßchen prägen das Stadtbild. An den Dachrinnen hängen große bunte Konservendosen mit Blumen drin. Echt cool!

Gegen 12 waren wir wieder am Womo und haben alles für die Weiterfahrt verräumt. Die ging aber erst mal nur vor an den Womostellplatz am Fluss, wo dieses Mal ein Platz frei war, aber nicht zum Schlafen, sondern zum Mittagessen. Es gab dort nämlich einen Foodtruck, den uns auch die nette Mama am Strand empfohlen hatte. Zum Glück war noch nicht soviel los.

Die Karte lesen konnte ich natürlich nicht, aber dass Panini Pollo piccante und irgendwas mit Fleisch und Gorgonzola gut klang, hat gereicht bei der Auswahl.

Wenn ihr mal in Bosa seid, solltet ihr unbedingt vorbeischauen und dort essen. Es war soooo lecker!!! Wird komplett frisch zubereitet und dauert dementsprechend etwas, aber die Lage am Fluss ist wirklich schön und im Schatten konnte man es gut aushalten.

Ja Schatten war ein gutes Stichwort, weil es wirklich so heiss war, dass man sich nicht mit Baby in der Sonne aufhalten wollte sollte. Also sind wir um kurz vor 2 dann glaub ich aufgebrochen ins Inland und ein bisschen in die Berge hoch gefahren. Da bot sich gleich nochmal ein toller Ausblick auf Bosa.

Wir hatten eigentlich wieder einen Platz aus dem Buch angepeilt, aber der war zu sonnig. Also sind wir spontan eine kleine Bergstraße hochgefahren und haben eine Kaffeepause im Schatten einer herrlichen Korkeiche gemacht.

Danach beschlossen wir der Bergstraße noch zu folgen, da wir auf diese Art schon den ein oder anderen schönen Platz entdeckt hatten. Dieses Mal sah es zunächst nicht danach aus und wir wollten schon fast umdrehen, als er auf einmal rechts neben der Straße auftauchte. Der perfekte Platz!

Die Fotos geben es leider nicht so wieder, aber wir standen total eben auf steinigem Untergrund. Es bot sich ein genialer Fernblick ins Inland und zur anderen Seite konnte man das Meer bei Oristano sehen. Man hörte den Kuckuck rufen und sonst nur Ruhe und schöne Einsamkeit. Herrlich!

Nach dem Essen, das allerdings wegen einer wieder steigenden Anzahl Mücken drinnen stattfinden musste, färbte sich der Himmel noch orange und rosa und es war einfach nur schön!

Jetzt ist es 9:15 Uhr am Sonntag, draußen ist es diesig und demnach nicht so heiß, Johannes hält ein Schläfchen und wir chillen noch ein wenig, bevor wir ein bisschen rumlaufen und abends nach Oristano runter fahren wollen.

Zum ersten Mal haben wir das Gefühl, dass uns die Zeit nicht reicht, um alles zu sehen bzw alle Touren zu gehen. Aber dann sind wir uns einig, dass wir einfach nächstes Jahr nochmal nach Sardinien fahren. Vielleicht an Ostern, wenn es noch nicht so heiss ist.

Weiter geht es hier, ab in die Dünen!

2 Gedanken zu “Bosa

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