(Van)life is better at the beach

Hoppsa und schon sind fast vier Tage seit dem letzten Blogeintrag vergangen, aber irgendwie fröhnen wir dem Müßiggang oder sind abends zu faul müde. Aber jetzt klappts hoffentlich mit den letzten Megabytes meines 1GB Auslandsdatenvolumens gleich zwei Blogeinträge hochzuladen. Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, auf dem Parkplatz an der Schotterstraße!

Auch am Morgen war der Ausblick herrlich und der Nebel hing noch ringsum in den Bergen, während wir den ersten Kaffee genossen.

Danach ging es erst einmal zum Einkaufen und Vorräte aufstocken. Leider war der erste Supermarkt, den wir entdeckten, eher sowas wie ein Sardischer Penny, aber viel Gemüse und ein bisschen Fleisch gab’s trotzdem. Den tolleren Supermarkt fanden wir dann ein paar hundert Meter weiter, aber mei…

Irgendwie war dann auch schon Mittagszeit und Johannes hatte gerade mal wieder keine Lust auf Autositz, also sind wir das nächstbeste Sträßchen, das zum Meer vorführte, durch die Pampa gefahren und in einer derzeit unbewohnten Ferienhaussiedlung hinter einer Düne mit Zugang zum Meer gelandet. Nicht ein besonders toller Pauseplatz, aber Johannes hatte Hunger auf seinen Brei und wir haben dann auch gleich noch gekocht. Bevor wir zum Meer vorgingen, haben wir uns die Gegend dann doch nochmal bei google Maps angeschaut und es daraufhin gewagt, die Schotterpiste neben unserem Rastplatz weiterzufahren. Guter Plan! Gerumpelt hat es zwar wie noch was, aber dann standen wir zum Kaffee machen halt hier:

Und nach dem Kaffee sind wir vor an den Strand, den wir quasi für uns allein hatten. Es gab zwar einen Campingplatz, keine 200m Luftlinie entfernt, aber den trennte ein Fluss vom Strand und die Camper mussten per Boot rübergefahren werden. Da hatten wirs besser. Simon war sogar kurz schwimmen. Brrrr!

Unser nächstes Ziel war Argentiera, bzw. eine Schotterstraße, die auf dem Weg dorthin abzweigt. Den Ort, wo früher Silber abgebaut wurde, haben wir zwar auch kurz angefahren, um Wasser aufzufüllen, waren aber leider nicht erfolgreich. Irgendwie ganz schön ausgestorben da…

Aber für eine weitere Nacht freistehen hatten wir noch genug Wasser, also sind wir ein paar Kilometer zurück gefahren und dann auf besagte Schotterpiste abgezweigt. Unten war ein gar nicht so übler Strand und es standen auch mehrere Womos da, aber wir haben’s ja gerne etwas ruhiger, also ab auf die Piste (die uns zugegebenermasen der Womo-Führer empfohlen hatte). Entlang der Piste gab es zahlreiche richtig geile Stellplätze und es war gar nicht leicht sich zu entscheiden. Aber der hier ists geworden, nicht übel oder?

Freicamper-Himmel quasi. Wir haben direkt mal die Stühle, den Tisch und den Grill ausgepackt und langsam der Sonne beim Untergehen zugeschaut.

Und auch nach Sonnenuntergang konnte man es noch aushalten. Der Babyhochstuhl ist ein feines Stativ für Langzeitbelichtungen. 😉

Die Nacht war super und mit diesem Ausblick aufzuwachen ist wirklich nicht verkehrt:

Weil der Platz so genial war, haben wir noch bis in den frühen Nachmittag hier verweilt und gechillt.

Wir wären auch gerne noch länger geblieben, aber wie das nach 3 Nächten freicampen so ist, brauchten wir doch mal wieder einen vollen Wasser- und einen leeren Klotank. Hilft ja nix.

Ein paar Kilometer nördlich von Alghero fuhren wir einen Campingplatz mit Camperservice an. V/E kostet hier 10€, aber das ist ok. Die Dame an der Rezeption war sehr nett und ich hab sie gefragt, was denn die Nacht kosten würde, wenn wir hierblieben und ob sie es dann mit den 10€ verrechnen würde, wenn wir wieder kämen. 18€ insgesamt schien uns nicht teuer und der Platz war mit Hecken und Olivenbäumen parzelliert und gar nicht so übel. Eine Nacht am Strom angeschlossen zu sein und sämtliche Akkus zu laden wäre auch nicht verkehrt.

Also haben wir noch im Ort nebenan eingekauft und sind dann an den nahen Strand runtergefahren, wo Simon nochmal im kristallklaren Wasser eine Runde schwimmen war. Eine ganz liebe Mama mit einem Baby, das nur 6 Tage älter war als Johannes kam zu uns rüber und wir haben länger geratscht und ihnen dann unseren tollen letzten Stellplatz empfohlen.

Duschen tat auch mal wieder gut, aber die vielen vielen Stechfliegen und Mücken waren etwas nervig, weil sies leider total auf mich abgesehen hatten. Aber Hauptsache Johannes hat keine Stiche abgekriegt.

Die Nacht war aber super ruhig und wir haben noch ganz gemütlich gefrühstückt bevor es weiterging.

Unser nächstes Ziel war ein Naturpark auf der Halbinsel in der Nähe, auf der es viele Tiere geben sollte. Esel, Hirsche, Geier, Schildkröten. Noahs Arche war mal der Spitzname des Parks. Das Navi wollte uns aber erst mal woanders hinführen, war aber ok:

Am Parkeingang muss man sich anmelden und Eintritt bezahlen, 10€ für zwei Erwachsene wenn man bis zum oberen Parkplatz fahren will, was bei der Hitze mit unserem Zwerg aber durchaus sinnvoll war. Also haben wir im Pinienschatten geparkt und sind erst mal vor zum Aussichtspunkt gegangen.

Und die Aussicht an den Klippen war Hammer! Ging ganz schön weit runter. Und außer uns und den Eidechsen keiner da!

Dann Zwischenstop am Bus wieder zur Brotzeit und Breizeit, bevor es auf den „Berg“ hinaufging.

Die nette Rangerin unten hatte zwar einen schattigen Weg nach oben versprochen, aber naja. Sauheiss wars!! Aaaaber immerhin hatten wir Glück und haben sogar zwei Geier, die hier unter Schutz stehen, gesehen. Die Aussicht vom „Gipfel“ war ok, und wir genossen den Schatten des kleinen Häuschens oben sehr.

Der Ausblick aufm dem Rückweg war besser!

Als wir um halb 5 wieder am Auto waren, hatten wir leider immer noch keine der vielen Tiere gesehen, aber beim Runterfahren hatten wir Glück und entdeckten gleich neben der Straße zwei wilde Esel.

Als wir den Park verließen, war es schon 17 Uhr (um 18 macht er zu) und wir fuhren weiter nach Alghero zum Einkaufen und dann bei schönstem Abendlicht die malerische Küstenstraße hinunter in Richtung Bosa.

Simon hatte bei google Maps schon von zu Hause aus einen Stellplatz rausgesucht, aber leider war die Zufahrt von einem Eisentor versperrt. Schade. Auch sonst fanden wir entlang der Straße keinen Platz mit Blick aufs Meer.

Also sind wir doch bis Bosa weitergefahren zu einem Womo-Stellplatz am Fluss, der aber schon voll war. Aber ein paar Meter weiter fanden wir einen genialen ruhigen Parkplatz, der uns eh noch besser zusagte.

Hier endet allerdings dieser Blogeintrag, weil Bosa uns so überrascht und umgehauen hat, dass es einen eigenen Blogeintrag verdient. Der kommt hoffentlich bald. 🙂

Hier gehts nach Bosa 🙂

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