Endlich Pfingstferien! Ja gut, ich hab ja derzeit sozusagen Dauerurlaub, aber Simon hat die Ferien wirklich herbeigesehnt. Und nun sind sie da!!
Ich hatte ja schon verraten, dass es für uns mit dem Wohnmobil nach Sardinien gehen wird. Wart ihr schonmal dort?
Für mich und Johannes wird es der erste Besuch, Simon war schon zweimal da.
Die Fähre von Livorno nach Olbia hatten wir schon vor längerer Zeit gebucht und uns für Sonntag frühs um 8:00 Uhr entschieden, damit wir nicht so zu hetzen brauchten. Gute Entscheidung!
Auch wenn wir gefühlt schon alles parat hatten (hahaha) kam Simon am Freitag ja doch erst um kurz nach 12 nach Hause und obwohl der Opa vormittags über zeitweise Johannes bespaßt hat, damit ich mit packen und einräumen vorankomme, wurde es später und später, bis wir dann nach noch einem kleinen Einkauf bei Rossmann und einer kurzen Brotzeit bei Simons Eltern und dann noch einem Minieinkauf bei Edeka (Milch vergessen…) um knapp 19:00 Uhr von Grafing aus los starteten. Aber lieber spät als nie!
Und überhaupt war ja sowieso der ultimative Stau prognostiziert gewesen, da ist es eh besser erst später aufzubrechen… ja der Stau, den hab ich dann zum Glück schon von weitem erspäht, wo wir normalerweise bei Bad Aibling auf die Autobahn gefahren wären. Also kurzerhand doch noch ein Stück über Land gefahren bis Kiefersfelden, wo von Stau nichts mehr zu sehen war. Wieder eine gute Entscheidung! 
Johannes war zum Glück müde und wir mussten erst gegen halb 9 eine erste Still- und Brotzeitpause machen. Dass wir es aber wirklich nicht mehr bis Monzambano (der Stellplatz südlich des Gardasees, am Ententeich) schaffen würden, war aber auch relativ klar. Aber immerhin knapp 300km wurden es noch und wir sind umerer 11 in Trento von der Autobahn runtergefahren und einfach in einer einigermasen ruhigen Nebenstraße stehengeblieben über Nacht, die ganz ok war.
Viel zu Gemütlich nach dem Frühstück starteten wir um halb 10 Richtung Livorno und ich musste feststellen, dass ich die Strecke und Landschaft östlich des Gardasees wirklich nicht kannte. So grün und soviel Wald! Etwas über 400km mussten wir noch zurücklegen, aber irgendwie hatte Johannes nicht so wirklich Bock auf seinen Autositz an dem Tag und wir mussten viel singen und viele längere Pausen machen. 
Spätestens jetzt war uns klar, dass unsere ursprüngliche Idee am Freitag abends um 23:00 Uhr eine Fähre zu nehmen, niemals geklappt hätte, auch wenn wir am Donnerstag schon alles eingeladen hätten. Mit einem knapp 6 Monate alten Still-Baby, das gerade am liebsten von einer Seite auf die andere und wieder zurück rollt und einen enormen Bewegungsdrang hat, kann man einfach nicht soviel Strecke am Stück machen. Was mach auch nicht kann ist ihn hinten ins Bett zu legen, ohne eine Absperrung hinzubauen. Das Gitter vom Babybay eignet sich da super (danke Lisi!), macht das ins Bett rein und rausklettern aber auch für Mama und Papa nicht so leicht. Gut, dass wir in der letzten Sekunde noch ja zu einem kleinen Hocker gesagt haben!
Nach fragt mich nicht wievielen Pausen sind wir gegen 4 endlich am Meer angelangt. Wir hatten uns zu einem kurzen Abstecher nach Marina-del-Torre-irgendwas entschlossen, weil wir in Livorno direkt am Stellplatz am Hafen übernachten wollten und es deswegen nicht so eilig hatten. Zwei Euro am Parkplatzautomat für knapp 2 Stunden war in Ordnung und billiger als die 5€, die ein aufdringlicher „„Parkplatzhelfer““ uns abzocken wollte…
Über ein paar kleine Dünen gelangten wir an den Strand, an dem ziemlich viel Treibholz lag und an dem es leider recht windig war, so dass wir gar nicht lange geblieben sind. Aber Johannes hat es gefallen und er ist danach wieder quietschvergnügt hinten im Bett durch die Gegend gekullert, bevor er wieder in den Kindersitz musste, was wirklich immer nur noch kurze Zeit ohne quengeln gut ging.. 



Zum Glück musste er nicht lange ausharren, weil wir noch im selben Ort ein paar Einkäufe erledigten, da wir ausnahmsweise nur das, was noch zu Hause im Kühlschrank war, mitgenommen hatten. Und dann nochmal 40km bis Livorno. Kein Spaß…
Und dann kam auch noch kein Glück dazu. Der Womostellplatz an der Fähre war abends natürlich schon überfüllt und wir mussten recht lange nach einem potentiell ruhigen, ebenen, nicht umzäunten Platz für die Nacht auf google Maps suchen.
Ein auf den ersten Blick guter Platz neben einer Kirche am Fluss stellte sich leider als ganz schlecht heraus, da es erstens schon soviele gigantische Moskitos gab und, noch schlimmer, waren wir anscheinend an DEM Treffpunkt für die lokale Jugend gelandet, die dort ihre Mopeds und Roller den Mädels präsentierte und damit fahren lies und zwar keine 3 Meter hinter unserem Bus. Johannes konnte zwar die meiste Zeit schlafen und wir beobachteten irgendwann das Geschehen live durch die Rückfahrkamera, aber es blieb durchgehend laut.
Meine große Hoffnung, dass die Truppe vielleicht gegen 10 oder 11 das Weite suchen würde starb dann aber doch und Simon hat dann tatsächlich nochmal umgeparkt, während Johannes und ich schon hinten drin lagen. Keine 300m weiter fanden wir einen ebenen Platz und schliefen gleich weiter. Halt leider nur bis kurz vor 6, weil wir um halb 7 zum Checkin wieder am Hafen sein mussten. Ohne Kaffee und ohne Frühstück. Meeeh…
Während wir dann mit den anderen Womos zum Boarden anstanden, hab ich dann noch schnell die Sachen von Johannes und Brotzeit und was man sonst noch so für knapp 7 Stunden an Board der Fähre braucht zusammengepackt. Nur den Kinderwagen, den wir „witzigerweise“ eigentlich hauptsächlich für die Fähre dabei hatten, haben wir nicht mit hoch geschleppt. Aber wer die engen Treppen in Fähren kennt, hätte das kommen sehen können. Nochmal meeehhh…
Immerhin die große Decke hatten wir dabei und fanden zum Glück doch noch einen guten Platz mit bequemer Couch, wo wir sie und Johannes ab und an drauflegen konnten. Ansonsten haben wir ihn in der Trage mit an Deck genommen und danach hat er auf dem Papa noch ein bisschen weiterschlafen können. Die Schweizer Motorradfahrer am Nachbartisch waren auch sehr nett.













Gefühlt gingen die 6,5 Stunden ganz gut rum bis die Fähre in Olbia anlegte. Wir waren noch bis kurz zuvor an Deck, da es ja nix bringt, sich eher in Richtung Treppen zu begeben, weil die ja eng und schmal und daher schnell verstopft sind wenn alle nach unten wollen. Ich muss allerdings zugeben, dass ich zu den Menschen gehör, die gerne weit vorn stehn und auch im Flieger am liebsten gleich im Gang stehen… naja und Simon wartet lieber ab, auch wenn unser Parkdeck schon zum zweiten Mal ausgerufen wurde. Aber was will man machen, die Treppe war wirklich dicht. Als dann aber das übernächste Deck ausgerufen wurde, sind wir auch runtergewurschtelt und siehe da, unser Bus stand tatsächlich allein auf weiter Flur unten als wir ankamen. Ups. Dann musste es schnell gehen! Sonst hätte ich gerne noch ein Foto gemacht.
Erster Zwischenstop auf Sardinien war erst mal eine Tankstelle bevor es in den Nordwesten der Insel gehen sollte. Der angestrebte Campingplatz (weil wir kein Wasser hatten) war zu, also gings noch ein gutes Stückerl (gefühlt eine Ewigkeit, wenn Johannes mal wieder keine Lust aufs Autofahren hat…) weiter bis wir einen netten und sehr günstigen Campingplatz in La Liccia gefunden haben, wo wir jetzt zwar nicht am Meer, dafür aber zwischen Pinien stehen und die Pizza im Restaurant war auch sehr lecker! Dorthin sind wir übrigens mit dem Kinderwagen gefahren. Als Abschluss wurden wir noch mit einem 1A Sonnenuntergang belohnt! So kanns weitergehen.










Bald gehts weiter, freu mich drauf, die Insel mit meinen Männern zu erkunden!