Riva, Tennosee & Arco

Nachdem der Lago di Ledro uns nicht so überzeugt hat, fahren wir hinunter nach Riva, wo die Sonne scheint und es schön warm ist.

Einen Parkplatz finden wir auch schnell, da gerade vor uns ein VW Bus aus einer Lücke rausfährt. Nur, dass wir ein bisschen breiter sind als ebendieser und das Einparkergebnis sieht dann links und rechts so aus:

Wie gut, dass wir seitlich eine Schiebetür haben… 😅

Erst Mal ist es Zeit für ein bisschen Sonne tanken und dann für eine Kugel Eis direkt am See, bevor wir ein bisschen durch die Gassen schlendern.

Johannes ärgert sich ein bisschen, dass seine Mama den tollen neuen Sonnenhut daheim vergessen hat und er immer noch seine Mütze aufhaben muss… Aber im nächsten Urlaub dann! (Spoiler: Sardinien!!)

Nach einem Ausparkmanöver, das wesentlich einfacher war als das Einparkmanöver, geht es schon wieder hinauf in die Berge Richtung Lago di Tenno. Eine herrliche Landschaft mit vielen kleinen sehr alten Dörfern durchqueren wir.

Am Tennosee fahren wir zunächst kurz vorbei, um nach einem Stellplatz für die Nacht Ausschau zu halten, aber es sieht nicht gut aus in der Gegend. Alles was vielversprechend ist, wird durch Höhenbeschränkungen für Wohnmobile versperrt. Gnaa.

Also erst Mal auf dem offiziellen Tennoseebesucherparkplatz geparkt, 2€ eingeworfen in den Parkautomat, Zwergi in die Trage geschnallt und ab zum See runter!

Das Licht ist gerade herrlich und wir beschließen den See zu umrunden. Johannes hat zeitweise mal wieder eine „kein Bock auf die Trage“ Phase und wir tragen ihn ein Stück so…

Ein bisschen problematisch wird es dann, als der Weg aufhört, weil die Brücke wohl vom Fluss weggeschwemmt wurde und wir uns zwischen umkehren oder drei über den Fluss liegenden Baumstämmen entscheiden müssen.

Meine Begeisterung war mäßig, da man mit Baby in der Trage seine Füße ja nicht sieht und ich nicht gerade zu den trittsichersten Leuten gehöre. Aber der Baumstamm im Bild oben war der dickste und ist es dann geworden. Simons Hand hat von vorne geholfen und schwupps waren wir am anderen Ufer. Johannes hat auch diese Aktion mal wieder gekonnt verschlafen und war erst am Ende der Tour wieder wach und vergnügt.

Oben auf dem offiziellen Parkplatz wollten wir nicht bleiben, also sind wir doch den Campingplatz angefahren, der eigentlich nicht so dolle aussah und auch 25€ kostete, aber weil Johannes da grad mal echt schlecht gelaunt war und wir ja vor dem Spaziergang nix gefunden hatten, mussten wir wohl oder übel in den sauren Apfel beissen. Immerhin gabs Strom und warme Duschen, wobei ich lieber im Womo geduscht hab.

Am nächsten Morgen schien die Sonne und nach dem obligatorischen Ver- und Entsorgen entschlossen wir uns spontan zu einem kurzen Spaziergang in das Mittelalterdorf Canale und konnten den Bus derweilen noch am Campingplatz stehen lassen. Johannes war auf jeden Fall wieder in Bestlaune!

Also ab in die Trage und los gehts!

Die Häuser und Gässchen waren wirklich ganz zauberhaft und wir hätten auch fast noch einen Cappuccino getrunken, wenn dann nicht gerade eine mittelalterliche Reisegruppe, pardon, eine Gruppe Rentner im besten Alter, einmarschiert wäre. Den Café wollen wir später in Arco nachholen. Hier aber ein paar Impressionen aus Canale:

Mit mehr Infos zu Canale kann ich euch dieses Mal leider nicht versorgen, aber wenn ihr mal am Tennosee seid, hängt noch einen kleinen Spaziergang ins Dorf rüber dran!

Wir haben dann erst Mal einen ausführlichen Supermarkteinkauf in Arco drangehängt (irgendwie braucht man im Ausland immer soviel länger beim Lebensmittel shoppen – kennt ihr das?) und auf dem Parkplatz am Fluss dann lecker Brotzeit gemacht.

Arco selber war um die Mittagszeit etwas ausgestorben – ich versteh einfach nicht wieso die Italiener mittags immer noch die Läden zumachen… Die Schaufenster waren nicht sonderlich abwechslungsreich, eigentlich gibt es fast nur noch Sportequipment für die Kletterer und Mountainbiker, die hier in Massen zu finden sind. Aber auch viele Pseudobiker mit Cube-Ebikes.

Wir setzen uns am Kirchplatz in ein Café und gönnen uns anschließend ein leckers Eis in der Eisdiele, an die ich mich auch noch aus Kindheitstagen erinnern kann. Damals habe ich dort mein erstes „Spachteleis“ gegessen, weil die Italiener ja keine so Eiskugelformer haben…

Johannes ist ein bisschen müde und schläft schon auf dem Arm und dann gleich wieder im Womo ein.

Aber da wir ja noch ein großes Streckenstück Richtung Reschenpass zurücklegen wollen, gehts ab in den Sitz und weiter. Aber dazu dann mehr im nächsten Blog:

Reschenpass, Plansee & Eibsee

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