Ab in die Savinjer Alpen

Nach dem Gewitter-Frühstück und dem letzten Blogeintrag sind wir nochmal an den Wocheinersee runter gefahren, dieses Mal aber an ein anderes Eck, wo bei weitem nicht soviel los war wie am Tag zuvor. Kann aber auch am bedeckten Himmel und den wesentlich kühleren Temperaturen gelegen haben. Simon ist aber trotzdem geschwommen. Fresh!

Danach begaben wir uns auf die Suche nach der Lintvern Brauerei, die für das leckere Craft Beer mit dem coolen Logo von neulich verantwortlich war. Eine Homepage haben sie ja, wo auch die Adresse steht. Aber wenn man dann bei Google Maps zu der Adresse fährt, denkt man, man sei komplett falsch, irgendwo ab vom Schuss in einem Vorort von Bohinjska Bistrica aufm Berg. Ein Schild für Honig und Met war draußen, aber nichts vonwegen Brauerei. Also wieder gefahren. Und dann doch nochmal stehen geblieben, zurück gelaufen, nachgefragt und wieder vor dem Honighaus gestanden. Geklingelt. Und doch richtig gewesen. Tja, anscheinend braucht man nicht viel Platz, um ein bisschen Craft Beer zu brauen. 500l im Jahr derzeit noch, wenn ich ihn richtig verstanden habe. Vier Sorten brauen er und seine Frau seit letztem Jahr. Coole Sache. Wir haben zwei Sixpacks „Man of the lake“ und einen vom IPA mitgenommen . Man muss ja die einheimische Wirtschaft unterstützen. 😉

Weiter gings meist im Regen bis nach Bled, zum wohl berühmtesten See in Slowenien. Und wie erwartet wars völlig überlaufen, zugebaut, zuviele Autos, zu wenig Parkplätze, zu viele Touris.

Ganze drei Fotos hab ich gemacht, während Simon im Auto sitzen geblieben ist und wir wieder weitergefahren sind und zwar ein Stück Autobahn (man muss ja die Vignette auch mal nutzen) bis Kranj und dann entlang der Kropa Richtung Seebergsattel. Am Fluss haben wir dann auch ein verspätetes Mittagspäuschen gemacht und uns gefreut, dass hier fernab von Triglav und Bled schon viel weniger Verkehr und Trubel ist.

Wenn man über den Seebergsattel hoch fährt, ist man kurz in Österreich und wird sogar von zwei jungen Grenzern genau inspiziert, bevor man auf der anderen Seite erst runter fährt und dann zum Paulitschpass wieder hoch, um wieder in Slowenien zu sein.

Beim Runterfahren entdeckten wir schon den Wanderparkplatz, wo wir später nächtigen wollten. Aber erst mal sind wir ins Logar Tal runtergefahren, das angeblich sehr schön sein soll. Deswegen kostet es auch 7€ „Eintritt“. Aber die nette Kassiererin hat es uns schmackhaft gemacht, auch wenn es immer noch geregnet hat und schon halb 5 war.

Erinnert ein bisschen an die Einfahrt zum Ahornboden und ist landschaftlich wirklich sehr schön. Ganz am Ende kann man hochlaufen zum Rinka-Wasserfall, der mit seinen 90m recht stattlich daherkommt. Fraglich allerdings, wie sich unten so ein „Haufen“ ansammeln konnte. Hmm….

Beim Rausfahren waren die Longhorn Rinder noch einen Fotostopp wert, bevor wir wieder 2km in Richtung Pass zu dem vorher entdeckten Wanderparkplatz hochgefahren sind, wo wir den ganzen Abend und die Nacht unsere Ruhe hatten. Aber schließlich war auch wieder ein Gewitter mit kräftigem Regen und außerdem hat der Drache Lintvern (Namensgeber für die Craft Beer Brauerei?) uns bewacht.

Am nächsten Morgen, nachdem der Nebel sich gelichtet hatte und wir beide trotz des guten Stellplatzes schlecht geschlafen hatten (standen wohl doch etwas abschüssig, so dass wir Kopf- und Fußende in der Nacht getauscht haben), sind wir nach dem Frühstück erst einmal ein bisschen in das Nachbartal des Logartals spaziert und dann weitergefahren durch verschiedene kleine Orte, deren Namen sowieso keiner richtig aussprechen könnte. (Hier noch ein paar Fotos vom und um den Stellplatz:) Einmal um den Bergkamm der Savinjer Alpen rundum quasi und dann rauf nach Kamniska Bitrica, wo auch der Fluss Kamniska Bitrica entspringt und direkt ein wunderschönes türkis-blau-grünes Becken speist. Viel zu kalt zum Baden allerdings und erlaubt ist es vermutlich auch nicht.

Da wir wie gesagt schlecht geschlafen hatten, haben wir nach dem Mittagessen dann erst Mal längere Zeit auf dem Wanderparkplatz im Womo gepennt und gechillt, bis wir einigermaßen fit waren die Gegend zu erkunden und eine Runde zu gehen.

Herrliche Bergblicke und Flussbetten ohne Wasser bei strahlendem Sonnenschein (zwischendurch hatte es nämlich wieder ziemlich geregnet).

Nachdem wir kürzlich ja auf der einen Hütte so Glück mit leckerem Essen (Strudel!) hatten, beschlossen wir auch dieses Mal nicht selber zu kochen. Die Location war zwar echt nett und man konnte super draußen sitzen, aber das Essen … naja. Immerhin sind wir satt geworden und teuer war es natürlich auch nicht. Vielleicht war es auch nur ein Übersetzungsproblem, das zur Enttäuschung führte: Statt Hühnchen Filet vom Grill mit Kartoffeln gab es halt Hähnchenschnitzel mit Pommes für Simon.

Das zweite Getränk des Abends haben wir uns dann aber aus dem Auto geholt und uns noch ein bisschen auf eine Bank an dem kleinen blauen Teich gesetzt. Herrlich! Aber doch ziemlich frisch mittlerweile, ohne Vlies ging da nix. Zuvor hatten wir aber beschlossen, dass wir uns dieses Mal zum Duschen doch den Boiler gönnen würden, da wir am nächsten Tag voraussichtlich viel fahren und sich die Batterie dann wieder erholen kann. Das war dann doch schöner als mit Kochtöpfen zu duschen. 😉

Die Nacht war kühl und die Sonne am Morgen nicht zu entdecken, aber immerhin kein Regen in Sicht. Wir sind auch schon um 7 Uhr aufgestanden und haben gefrühstückt, bevor wir zu einem anderen Wanderparkplatz runter gefahren sind, von dem aus wir eine kleine Tour gehen wollten. Sind wir dann auch, knapp 9km, aber eigentlich nur durch den dichten Wald ohne irgendwelche Aussichtspunkte. Aber immerhin etwas Bewegung gehabt.

Zurück am Womo gab’s ein wohlverdientes zweites Frühstück, bevor wir dann Richtung Skocjansker Höhlen aufgebrochen sind. Die wesentlich berühmteren Höhlen von Postojna waren uns wie schon der Bled See zu überlaufen. Der Parkplatz war schon mal gratis und die Schlange am Eintritt überschaubar. Eine knappe halbe Stunde mussten wir anstehen, so dass wir dann aber genau mit der 15:00 Uhr Führung die rote Tour „Through the underground canyon“ (16€ p.P.) machen konnten. Da Höhlen ja bekanntlich finster sind, hatte ich beschlossen zum ersten Mal im Urlaub die Spiegelreflex mitzunehmen. Ich bin sicher, ihr hat der Spaziergang gefallen – Fotos waren nämlich komplett verboten. Meeeh…. Die Tour dauerte ca. 1,5 Stunden und wir waren noch nie an so einem krassen Ort. Eine gigantische Höhle Herr der Ringe Balrog Szene Scheiss dagegen. Ich habe Gandalf auf der Brücke, wo es 45m runter ging, dann aber doch nicht zitiert. 😉

Hier ein paar Fotos mit Links zu den jeweiligen Fotografen, keine Ahnung wieso die welche machen konnten…. aber dann habt ihr ein paar Eindrücke.

Wer noch mehr Fotos sehen will, sollte sich den ganzen Blogeintrag anschauen hier.

Am Höhlenausgang haben dann aber doch viele ihre Handys gezückt und auch wir haben ein paar Mal abgedrückt, allerdings eben nur den Ausgang und dann den schönen Weg zurück. Wer in der Gegend ist, sollte sich auf jeden Fall einen Abstecher gönnen!

Der Schrittcounter für heute (Samstag) zeigte nach der Tour schon über 14km an und 75 Stockwerke, bewegt haben wir uns somit genug. Bevor wir morgen nach Kroatien weiterfahren, um doch mal das Meer zu sehen, wollten wir heute nochmal einen Freistehplatz finden. War nicht so leicht und wir sind einige km Schotterpiste umsonst gefahren, auf der Simon dann an einer eigentlich unmöglichen Stelle umgedreht hat, aber letztendlich haben wir den perfekten Platz gefunden, wo wir noch sehr lecker gekocht haben und dann ziemlich hundemüde demnächst ins Bett fallen werden.

Also gute Nacht und bis bald dann aus Kroatien! 🙂

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