Der Montag war ja nach dem Bloggen schon halb vorbei (naja gut, es war mittags) und wir sind erst mal nach Bovec gefahren, um ein paar Sachen im Mercator einzukaufen und die kalte Pizza vom Vortag und ein Stückchen von dem leckeren slowenischen Käsekuchen zu essen, den es im Supermarkt in der Kühltheke gibt.
Natürlich hatte es auch wieder gut über 30 Grad, also machten wir uns dann wieder auf die Suche nach einem Schattenplätzchen an der Soca. Dies stellte sich allerdings gar nicht als so leicht heraus, da die Soca ab Bovec nicht mehr so schön Bergfluss-mäßig daherkommt, sondern mehr so Isar-mäßig, viel zu groß und nicht mehr mit Gumpen zum Baden. Dafür freuen sich ab Bovec die zahlreichen Kayak und Kanufahrer. 

In Volarje, am anderen Ufer der Soca, haben wir dann doch einen Platz am Fluss im Schatten eines Baumes gefunden, wo wir dann ein bisschen gelesen und gechillt haben. Der nahe gelegene Campingplatz hätte zwar einen „Strand“ gehabt, aber war wieder echt überfüllt und gar nicht schön. Nein danke, das möchten wir nicht!
Vor dem Gewitter am Sonntag hatte uns ein nettes Paar aus Essen eigentlich einen coolen Stellplatz zum Übernachten bei Most na Soci empfohlen, aber irgendwie haben wir für manche Straßen hier dann doch ein zu großes Wohnmobil… also sind wir weiter gefahren und haben uns langsam auch schon umgeschaut wegen eines Plätzchens für die Nacht. Bei der Abbiegung Richtung Berge und Pass bei Postaja überquerten wir aber noch einen anderen kleinen Fluss und fanden einen tollen Platz, um nochmal direkt am Wasser ein Bierchen zu trinken und ein bisschen die Abendsonne und ein paar Buchseiten zu genießen. 


Zum Schlafen war er aber nicht geeignet, da über dem Parkplatz eine Eisenbahnbrücke verlief und der Zug dementsprechend sehr laut war.
Also weiter. Jetzt neben den Gleisen her… die verschwanden aber zum Glück irgendwann im Berg und kurz darauf haben wir in einer noch kleineren Nebenstraße einen ebenen Platz an einem Bach gefunden. Nicht fancy, aber es war schon spät und eh bald dunkel. Immerhin hatte es nur noch 16 Grad abends und man konnte super schlafen.


Am Dienstag sind wir bei strahlendem Sonnenschein nach dem Frühstück aufgebrochen Richtung Bohinjsko jezero (dt. Wocheinersee), wozu mal wieder ein Pass überquert werden musste. Die Straßen in Slowenien sind übrigens tückisch für größere Autos. Man wiegt sich ein wenig in Sicherheit, wenn es einen Mittelstreifen gibt, allerdings sind dann beide Straßenhälften so klein, dass man trotzdem nicht einfach sorglos drauf losfahren kann. Ein befestigtes Bankett links oder rechts gibt es sowieso nicht. Besonders spannend wird es, wenn dann zwei LKW aufeinandertreffen und alle Autos, die dahinter sind, rückwärts fahren müssen, bis die LKW dann Seite tauschen und aneinander vorbeifahren können… was für ein Manöver… Aber das war ja schon vor ein paar Tagen, fiel mir nur grade wieder ein. 😉
Ansonsten gefallen uns vor allem die ländlichen Gebiete weiterhin sehr. Man merkt, dass hier alles noch etwas langsamer und ursprünglicher abläuft. Wo sonst findet man noch solche Heutrockenständer auf den Wiesen? 


Die höchste Stelle des Passes (1277m) Bohinjsko Sedlo scheint ein Skigebiet zu sein und wo es Lifte gibt, ist viel Platz für Parkplätze. Und da wir uns hier nicht im Nationalparkgebiet befinden, entdeckten wir somit unseren nächsten perfekten Übernachtungsplatz, da mehrere Womos sich richtig cool halb in den Wald geparkt hatten. Top! 
Nach zwei drei Kurven auf dem Weg nach unten hatte man einen grandiosen Blick auf die +2000er und den Triglav selbst (ganz rechts, ein bisschen verdeckt von den Wolken). Na gut, fast perfekt. Die Stromkabel waren ein bisschen im Weg…
Aber erst mal an den See runter und relativ bis ans Ende gefahren, wo um halb 11 rum noch leicht ein Parkplatz zu ergattern war. Für 4€ konnten wir dann bis kurz vor 1 stehenbleiben und uns ein schönes Plätzchen am Seestrand im Schatten sichern. Der See liegt übrigens wieder im Nationalpark und hat wunderschönes klares Wasser und ist umgeben von hohen Bergen. Erinnert uns ein bisschen an den Königssee.




Der flache Teil am Ufer war im Vergleich zur Soca und dem See bei Kranjska Gora geradezu warm. Perfekt also für eine Runde schwimmen! Nach und nach füllte sich der Strand und die Parkplätze waren ohnehin schon voll, als wir kurz vor 1 zurück zum Womo sind, nochmal 80cent für ne halbe Stunde eingeworfen haben und noch schnell gegessen haben. Schatten und vorhandenen Parkplatz ausnutzen und so…
Und weil wir schon so nahe waren, beschlossen wir noch weiter zum Savica Wasserfall zu fahren, wo wir uns dann zum ersten Mal über Touri Abzocke ärgern mussten. Der Parkplatz kostet für das Womo schonmal 6€ für 3 Stunden (man ist aber nach einer Stunde schon wieder zurück). Dann läuft man los die ersten Meter Richtung Wasserfall und auf einmal muss man pro Erwachsenen nochmal 3€ zahlen, um die vielen Stufen durch den Wald hinauf zum Wasserfall zu kommen. Tzzzz. Hoffentlich kommen die Isländer nicht auch demnächst auf so dumme Ideen, sich jeden Wasserfallanblick bezahlen zu lassen. Aber gut, wir waren ja schon da, also sind wir dann auch hoch und ca. 15 Minuten Treppenstufe um Treppenstufe durch den Wald nach oben gelaufen. Immerhin wieder ein bisschen Bewegung nach zwei Tagen Pause. 29 Stockwerke sagt das iphone.
Und dann ist man oben und blickt auf einen wirklich ansehnlichen Wasserfall, der in ein sehr schönes grünes Becken fällt. Dazu ein paar Blümchen am Rand. Allemal das Geld wert der Anblick, oder?

Naja…. wenn man jetzt aber mal von ein bisschen weiter hinten das Foto macht, schaut’s gleich wieder anders aus… 
Frechheit also doch. Hoffentlich wird das Geld wenigstens sinnvoll für den Nationalpark eingesetzt.
Mittlerweile war es Nachmittag und wir hatten beschlossen nicht lange rumsuchen zu wollen wegen des Schlafplatzes, also sind wir nach einem weiteren Mercator Zwischenstopp wieder den Pass hoch, aber diesmal von der einfacheren Seite und haben den perfekten Platz mitten unter Bäumen gefunden. Top! Da macht dann auch das Kochen gleich viel mehr Spaß. Und kosten tut der Platz natürlich auch wieder nichts – 5. Nacht in Folge damit 😉 


Am nächsten Morgen haben wir dank abgedunkeltem Dachfenster (machen wir sonst eher selten) fast verschlafen und sind erst um 7:45 Uhr aufgestanden. Da es aber zunächst eher wolkig und gar nicht so sonnig war, war das auch nicht weiter schlimm und wir sind sogar erst um 9:30 Uhr zu einer kleinen Wanderung mit toller Aussicht und vielen Kühen und Bunkeranlagen aufgebrochen. 





















Mittags sind wir unten in der Hütte beim Parkplatz eingekehrt und haben mega leckeren Strudel gegessen, einen mit einer Schnittlauch-Ricotta-Füllung und einen mit einer Quarkfüllung. 


Und dann gabs auch noch einheimisches Craft-Beer, von dem wir sicher bei der Brauerei noch mehr für zu Hause holen werden. Yummie! 
Weils hier oben so schön ist, beschlossen wir noch eine Nacht zu bleiben und deswegen hab ich mit viel Geduld zwei Kanister Wasser (also 2x15l) im leicht plätschernden Brunnen abgezapft, damit wir mal wieder duschen konnten. 😉
Um Batterie zu sparen haben wir das Wasser dann im Topf warm gemacht und festgestellt, dass diese Methode viel schneller und effektiver ist, als den Boiler anzuwerfen und dann nach zwei Stunden duschen zu können und zwar wieder nur mit lauwarmen Wasser. Aber einen sogenannten Wasserdieb müssen wir uns zulegen… dann dauert das Nachfüllen nicht immer solang.
Frisch geduscht haben wir den Nachmittag über noch gelesen, gechillt und Musik gehört und die Heckaussicht in den Wald genossen und nach dem selbstgemachten Abendessen sind wir nochmal auf ein Getränk in die Hütte hoch, um anschließend festzustellen, dass sich zwei sogenannte Kuschelcamper ganz schön nah an unser Womo rangestellt haben. Meeeh. Aber war schon fast wieder dunkel und in sofern egal.


Jetzt ist es gerade Donnerstag, 8:00 Uhr morgens, wir haben schon entleert und neues Wasser geholt, jetzt ist es Zeit fürs Frühstück! Habt einen schönen Tag! 🙂