Heute morgen haben wir für unsre Verhältnisse mal ausgeschlafen bis 8 rum, um pünktlich um 9 beim ortsansässigen Bäcker zu sein und lecker einzukaufen fürs Frühstück.
Tja leider wird in so einem kleinen Ort nicht täglich gebacken und wir konnten für 2CHF ein Brot vom Samstagkaufen, das tiefgefroren und wiederaufgetaut worden war. Schade. Aber haben wir trotzdem gemacht. Und im Mini-Coop haben wir noch Milch und Käse von der Alm hier besorgt. Zum Glück nur ein kleines Stück. 😉
Das Wetter war auf jeden Fall super und obwohl wir anfangs faul sein wollten, haben wir beim Anblick der Wanderkarte doch spontan den längeren Weg gewählt, der bis zum Ende des Talkessels hochgeht und oben auf die Grossalp trifft. Gute Wahl! 
Es ging entlang eines Baches und wunderschön bunter Blumenwiesen, an denen wir uns nicht satt sehen können! 
Die 500 Höhenmeter waren gut zu schaffen, aber es war doch um einiges heißer und sonniger als geplant. Die Wasserflasche haben wir dann irgendwann im Bach aufgefüllt (noch ist kein Almbetrieb!).
Und dieses Mal hatten wir Glück und die Alpenrosen (eigentlich eine Rhododenron-Art) haben schon angefangen zu blühen! 
Prompt haben wir eine Gämse aufgeschreckt:
Bei den zwei Auerhühnern später war ich leider nicht so schnell mit der Kamera…
Der Blick zurück ins Dorf und ins Tal:




Bäche mussten einige überquert werden oben, und einer war mir dann zu breit und ich hab die Schuhe doch lieber ausgezogen… Simon ist grazil drüber gesprungen… 😑



Oben bei der Grossalp wurden grad die Ziegen hochgetrieben. 


Leider haben wir keinen schönen kleinen Weg nach unten gefunden und mussten uns mit der Forststraße zufrieden geben. 

Nach ziemlich genau 3 Stunden waren wir wieder unten am Womo und Simon ist erst Mal eine Runde in den Bach gesprungen, um sich abzukühlen. Dann gabs Mittagessen und ein bisschen Erholung, bevor wir beschlossen doch noch weiterzufahren zum San Bernadino Pass heute. Wir hatten auch wieder wenig Wasser und die Batterie brauchte auch etwas Aufladung.
25 Minuten haben wir bis ins Tal gebraucht wieder mit den vielen Serpentinen, aber ich glaube bergab geht einfacher. Nicht dass ich das je selber ausprobieren werde zu fahren. 😅
Dann haben wir einen Stellplatz anvisiert, der ein bisschen abseits der Route lag, aber wo man laut unserem Büchlein für 5CHF ver- und entsorgen konnte. Tja das war wohl mal. Jetzt kostete es schon 10CHF, was es uns aber trotzdem wert war. Allerdings hatten wir ziemlich Pech und die Karte war nach dem Bezahlen nicht lesbar und wir mussten die Hotline anrufen und dann hats gedauert und im Endeffekt kam einer nach insgesamt knapp ner Stunde, der uns dann rauslassen hat. Und wo wir aufgeschmissen gewesen wären, wenn ich kein Französisch gekonnt hätte… Italiener halt… können wieder kein Englisch.
Müde und verschwitzt ging es weiter auf der kurvigen Landstraße Richtung San Bernadino. Zwischendrin überkam uns ein Zweifel, ob wir denn nicht doch längst auch für die normalen Straßen eine Vignette gebraucht hätten, auch ohne Autobahn… Panik! Haben dann noch eine gekauft für 40CHF, die bis Februar gilt. Eieiei…
Ein paar potentielle Plätze hätten wir schon gefunden, aber da es dort nicht wirklich erlaubt ist über Nacht zu stehen, sind wir doch noch bis nach San Bernadino auf den Stellplatz gefahren. (Leider nicht an dem See aber dennoch am Bach und mit eigenem Wasserfall!)
Spät wars schon aber dennoch haben wir noch aufgekocht und dann gemütlich geduscht.
Morgen gehts rauf auf den Pass und eine kleine Wanderung finden wir sicher auch…






