Lavertezzo und Bosco Gurin

Heute früh haben wir erst mal schön warm im Womo geduscht und uns gefreut, dass wir schon Sonne hatten. Es versprach ein warmer Tag zu werden! Und mit jedem Höhenmeter, den es Richtung Lago Maggiore runterging, wurde es wärmer und wärmer und überhaupt immer italienischer. 

Den See haben wir nur am Rande geschnitten, weil wir gleich rechts hoch ins Val Verzasca und nach Lavertezzo gefahren sind. An einem sonnigen und über 30 Grad heissem Sonntagmittag waren wir da nicht die einzigen mit der Idee und hatten Glück einen Parkplatz zu bekommen. 5F für 2,5 Stunden hats gekostet. 

An der Straße lang läuft man dann zum türkisen und eisigem Fluss und seinen vielen Gumpen. Wir waren erst nördlich des Massenandrangs und Simon stürzte sich sogar kurz in die eisigen Fluten, nachdem er schon leicht überhitzt war. 😉 

Unten an der berümten Doppelbrücke Ponte dei Salti gings schon etwas mehr zu… 

Auch wenn das Wasser auf den Fotos sehr friedlich daherkommt, so muss man doch höllisch aufpassen, da es viele Stromschnellen und Strudel gibt. Der Ort Lavertezzo ist aber sehr putzig und in der Kirche waren wir auch und haben 3 Kerzen angezündet. 

Dann hats uns aber auch wieder gereicht mit dem Tourimassenandrang und wir sind weitergefahren in ein anderes Seitental, das Valle Maggia. In Cevio an der Kirche haben wir uns erst mal zwei Tanks (30l) frisches Wasser und 4×1,5l geholt, weil ja am Sonntag nix auf hat. 

Ja und dann wars uns im Tal immer noch zu heiss und wir sind eine unglaubliche Serpentinenstraße hoch auf 1500hm nach Bosco Gurin gefahren. Eine Serpentine haben wir nur mit Zurücksetzen geschafft. 

Aber irgendwie wussten wir es, dass der Weg sich lohnt und wir haben einen perfekten (gratis) Stellplatz unterhalb eines der schönsten Dörfer, die wir je gesehen haben. 

Aber bevor wir das Dorf erkundeten, wurde erst mal gekocht, da das Mittagessen schon sehr spärlich ausgefallen ist und wir ja heute recht lang unterwegs waren. 

Die Bewohner von Bosco Gurin, ursprünglich der alemannische Volksstamm der Walser, sind im 13. Jahrhundert vom italienischen Val Formazza über die Alpen in das Tal hochgewandert. Jetzt leben angeblich noch 50-60 Leute hier. Aber einen Skilift gibt es. Tzzz…


Auch einen Supermarkt und eine Bäckerei, wo wir uns morgen was zum Frühstück holen werden, haben wir entdeckt auf unserem Spaziergang durch die Gässchen. 

Einfach toll hier! 

Und nach dem Frühstück morgen wollen wir eine kleine Spazierwanderung hoch zur Grossalp machen und das Panorama genießen, bevor es wieder runter ins Tal geht. 

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