Aber das hat sich heute ein bisschen hingezogen. Erstmal noch ein Wort zu letzter Nacht: die war auf dem Stellplatz auf dem Berg so extrem windig und unser fast 3,5t schweres Womo hat so gewackelt, dass wir um halb 1 Uhr nachts beschlossen haben, es doch noch eine Kurve weiter nach unten zu fahren. Es waren zwar nur ca. 200m, aber trotzdem musste Simon im Schlafanzug erst mal von den Auffahrkeilen runter rollen, diese einpacken, dann ausparken mit Standlicht um die Nachbarin nicht aufzuwecken. Ich hab versucht alles was rumstand noch festzuhalten, weil wir nicht extra alles wieder wegräumen wollten sondern eigentlich nur schnell wieder schlafen. Das ging dann auch etwas besser aber es hat dennoch die ganze Nacht und sogar am Morgen extremst gewindet, trotz Sonne.
Dann sollte es endlich weiter gehen ans Meer, ursprünglich direkt nach Ste. Marie irgendwas, so ein großer Touri Ort, aber da wir früh dran waren zog es uns doch noch ins weiter westlich gelegene Aigues-Mortes, bzw. an einen südlich davon gelegenen Strand, der auf Google Maps ganz nett aussah.
Auf der Strecke nach Aigues-Mortes war die Landschaft immer noch sehr grün, aber sehr flach und es fehlte irgendwas… und die Orte, die wir durchfuhren, hatten definitiv nicht denselben Charme wie die der bisherigen in den Bergen. Aber vermutlich jammere ich auf hohem Niveau. Immerhin haben wir vom Auto aus zwei Camargue-Pferde-Herden und einige Flamingos gesehen!
Jedenfalls haben wir dank unserem Büchlein einen Park-/Stellplatz direkt in Aigues-Mortes gefunden und dann auch gezielt ein darin empfohlenes Restaurant angesteuert, das aber leider zu hatte heute. Auf dem großen Platz in die vielen 0815 Touri-Restaurants wollten wir dann aber auch nicht und so sind wir in einem kleinen Restaurant in einer Seitenstraße gelandet, wo die Preise im Vergleich noch ok waren. Die Bedienung war zwar extrem langsam und nur mäßig freundlich, aber das Essen dafür sehr lecker.

Eine Nachspeise haben wir noch in einer tollen Bäckerei gefunden (Tarte au citron) und durch einen optisch sehr ansprechenden und gut besuchten Keksladen haben wir uns auch noch zum Kauf von 4 besonderen Keksen darin hinreissen lassen, die es später zum Kaffee gab. Schon sehr lecker! 

Ansonsten haben wir uns doch schnell wieder aus dem Touri Ort verdrückt (nachdem wir Wasser ausgefüllt und Abwasser abgelassen hatten) und sind an ca. 10 Großcampingplätzen und 15 Camargue-Ponyreit-Ställen zum Ende der Straße gefahren, wo uns eine Schranke zunächst den Weg zu versperren schien.
Diese lüftete sich aber für 15€ und wir konnten auch nochmal rausfahren für einen dringenden Einkauf bevor wir dann zusammen mit 4 anderen Wohnmobilen von 18:30 Uhr heute bis 7:30 Uhr morgen eingeschlossen sind. Am Strand. In der Camargue. Gibt schlimmeres. 😉
Erst Mal sind wir aber zu einem langen Strandspaziergang aufgebrochen, der nur durch den auch hier sehr extrem wehenden Wind etwas getrübt wurde, weil der einem trotz Sonnenbrille dauernd Sand in die Augen wehte. 


Nach dem Abendessen war das Licht viel schöner, der Strand leer und der Wind hatte auch nachgelassen. Hier seht ihr wo wir stehen und wies direkt davor aussieht mit dem Kanal und wer genau schaut entdeckt zwei große Vögel. 


Und nun am Strand zum Sonnenuntergang:











Der Sternenhimmel gerade ist übrigens auch sehr sehenswert!
Morgen müssen wir vor 10 Uhr rausfahren, aber das passt. Dann gehts langsam wieder Richtung Osten und Italien… zum Schnee in Deutschland habens wir ned so eilig. 😉
