Eigentlich ist schon Freitag. Und wir sitzen gerade mal wieder in einem Old School Diner, dem MtAdams Cafe, in Randal zum Frühstück und haben endlich Wlan. Draussen regnet es. Das macht aber nichts. Drinnen ist es ja trocken und warm. Nun aber zu den letzten beiden Tagen.
Mittwoch morgens haben wir nochmal ausführlich in unserem Hotel gefrühstückt und dann nebenan im Safeway wieder für die nächsten Tage für 96$ (?!??) eingekauft.
Dann gings los Richtung Columbia River Gorge und Wahkeena Falls, gleich neben den Multnomah Falls. Theoretisch zumindest. Das Wetter war leicht neblig und es nieselte ein bisschen.

Dann habe ich den Fehler gemacht, zu fragen, ob dieser eine Weg da rüber geht zu den Multnomah Wasserfällen und der junge Kerl bestätigte dies und dass man dann am Schluss unten nur nen halben Kilometer wieder an der Straße entlang zurück läuft. Mhm. Fast.
Immerhin hatten wir Regenjacken an aber ausser den Fotoapparaten sonst nichts dabei. Und es ging bergauf. Steil bergauf. Lange steil bergauf. Simon musste mich anfangs echt motivieren weiterzulaufen.

Aber der Trail war echt super schön und ging dann doch 3 Stunden…








Was für ein toller Wald! Und wenn man erst mal die Höhenmeter nach oben geschafft hatte, konnte mans auch so richtig genießen und wurde am Ende unten mit den Wasserfällen belohnt. Aber in dem Fall kann man sagen, dass der Weg das Ziel war.






Dann sind wir gleich weiter gefahren und haben einen Campingplatz gesucht in der Nähe des Eagle Creek und der war zwar dann wegen der Straße recht laut, aber da es regnete haben wir eh im Auto geschlafen und vorher sogar gegessen. Nicht so einfach allerdings. 😅
Die Nacht war überraschend gut und frühstücken konnten wir auch wieder draussen, bevor wir nach knapp 10 Stunden Schlaf runter zum Eagle Creek Trailhead fuhren und am Bach entlang bzw an der Klippe entlang bis zu den Punchbowl Falls und zur Higher Bridge liefen. Super schöner Weg und 6,6 Meilen insgesamt.



Gut, dass es ab und an Stahlseile zum Festhalten gab, da es doch ziemlich nach unten ging teilweise!






Am Auto zurück so gegen 2 haben wir erst Mal Rührei mit Schinken gemacht, bevor wir über die Bridge of the Gods wieder nach Washington sind.


Da es grad von der Route her passte, haben wir doch noch beschlossen den Mount St. Helens anzufahren, vom Osten her hinauf zum Windy Ridge Viewpoint, mit vielen weiteren Viewpoints dazwischen.



Am 18. Mai 1980 war der Vulkan ausgebrochen und hat eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Am meisten „beeindruckt“ haben uns die zahllosen Baumstämme im Spirit Lake, der sich bei einem Erdrutsch erst 800ft gehoben hat und dann beim Runterfließen die schon umgemähten Baumstämme mitgenommen hat. Simon konnte es gar nicht glauben, dass die da also schon seit 36 Jahren drin schwimmen.





Viel los war gar nicht, weils schon abends war und die Seite, von der wir kamen wohl nicht so stark frequentiert wird. Könnte aber auch an der Straße liegen, die unser Gepäck im Kofferraum nicht nur einmal zum Hüpfen brachte.







Schon im Halb-Finsteren gings dann diese kaputte und kurvige Straße wieder nach unten. Man sieht genau, wo noch die Original Bäume von 1980 stehen bzw. liegen und wo wieder aufgeforstet wurde.





Den Campingplatz am Iron Creek erreichten wir aber erst im Stockdunkel, was uns aber nicht davon abhielt, noch Gnocchi zu kochen und draussen zu essen, bevor es wieder zu regnen begann, was aber egal war, weil wir wieder im Auto geschlafen haben.
Erst am Morgen sahen wir, wie toll der Campingplatz wirklich war und bedauerten doch ein bisschen den anhaltenden Regen.


