Ein bisschen zerknautscht noch von der kalten Nacht in Tuolomne Meadows gings heute also dann über den Tioga Pass wieder den Berg hinunter mit ersten Zwischenstop in Lee Vining, wo wir endlich mal wieder eine richtige Dusche genießen konnten. Da oben im Yosemite gabs sowas nämlich nicht. 3$ für 5 Minuten ist zwar lächerlich, aber sie wissen wohl, dass sie weit und breit die einzigen Duschen haben also können sies auch machen. Und sauber warens auch.
Als neue Menschen zog uns das gratis Wlan am Mono Lake Visitor Centre in Lee Vining magisch an und da gingen dann auch die letzten beiden Posts online. Zum Glück war es hier unten (aber immer noch in den Sierra Nevadas) wieder erfreulich warm mit 27 Grad. Top!
Unsere im YNP erstandenen Caps zahlten sich mal wieder aus, da die Sonne echt gut runterbrannte und die Sonnencreme mit LSF 25 auch an ihre Grenzen kommt.
Auf jeden Fall haben wir uns auch brav ein wenig informiert im Visitor Center und sind dann zum Mono Lake gefahren, der uns dank unserem America the Beautiful Pass auch nichts kostete. Die Umgebung war schon unglaublich. High Desert. Wow!

Und Mono Lake selber war wirklich nicht von dieser Welt! Wir waren hin und weg!!! Deswegen gibts auch mal mehr Fotos wieder!
Mono Lake ist mittlerweile 2-3 Mal so salzig wie der Pazifik, da das Wasser früher bis Los Angeles abgeleitet wurde und der Wasserpegel um 13m gesunken isf. Seit er geschützt wird, steigt der Pegel langsam wieder an. Die lustigen Steinhaufen sind übrigens Kalktuffgebilde, die unter der Wasseroberfläche aus Quellen entstanden. Jetzt wisst ihr Bescheid.
















Anschließend gings weiter nach Bodie, einer ehemals boomenden Goldgräberstadt, die ihren Höhepunkt 1881 hatte. Dazu mussten wir wieder ein paar Höhenmeter erklimmen, es liegt auf 8375 ft. Aber nicht zu Fuß!













Spannend war vor allem in die Fenster der in Originalzustand erhaltenen Häuser und Gebäude zu blicken und sich so einen Eindruck der damaligen Zeit zu verschaffen. Es scheint ein gesetzloser Sündenpfuhl gewesen zu sein.
„Bodie – a town so lawless that in 1881 it was described as a sea of sin, lashed by the tempests of lust and passion.“
Danach waren wir erst recht platt von der Sonne und der Höhe, wollten aber dringend noch ein paar Meilen zurücklegen. Erst mal 3 Meilen zurück auf der Schotterstraße, wo Simon mit Freude einen etwas langsameren Mustang überholte. Ein Cabrio. Den hamma sauba eigstaubt! 😉
Irgendwann kam dann der Hunger und in einem weiteren 500 Seelen Ort blieben wir dann doch wieder an einem Burgergrill stehen. Nicht, dass es was anderes geben würde. Aber war wirklich gut und hatte einen netten Garten zum sitzen.



Endziel des Tages sollte ja doch irgendwie noch Lake Tahoe werden und im nächsten Ort fanden wir glücklicherweise freies Wlan und keine 5 Minuten später hatten wir über Booking ein Zimmer im The Beach Retreat & Lodge gebucht. 101€ direkt am See. Wir waren gespannt. Keine 2 Stunden später waren wir am Parkplatz und erst mal nicht ganz überzeugt, aber nachdem wir unser Zimmer inspiziert hatten waren wir doch zufrieden. Und ein bisschen Lakeview haben wir auch. Den haben wir uns dann aber noch näher gegönnt und sind mit unserem Flascherl Rotwein noch runter ans Ufer und haben es uns in der Hängematte beim Sonnenuntergang gemütlich gemacht.
Morgen wollen wir noch am See bleiben, aber einen Campground finden am Westufer wo weniger los ist. South Lake Tahoe (so heißt auch die Stadt hier) ist ziemlich touristisch und zugebaut. Allerdings werden wir uns noch eine zusätzliche Decke gönnen, da es in der Nacht bis auf 3-4 Grad runterkühlen wird.



















