Day 7: Redwoods

Da uns pünktlich in der Früh das Gas für den Kocher ausging (Simon hatte prophezeit, dass dies bald der Fall sein würde), wurde das Frühstücksequipment gleich wieder eingepackt und wir haben uns wieder ein typisch amerikanisches Café gesucht. Als erstes bekommt man da ja auch schon am Morgen ein Glas Eiswürfel mit Wasser – oder doch anders rum? Naja, wie dem auch sei, ich hab mir zwei Pancakes mit Blaubeeren bestellt, ohne Sahne. Tja, ich hatte so größentechnisch anders kalkuliert und mit viel gutem Willen 1,5 davon geschafft. Mit Ahornsirup und Myrtleberry-Sirup. Die muss ich noch Googlen, weil die noch nicht in meinem Vokabular sind. Simon hatte ein 4-Eggs Omelett mit Hash-Browns (Reibadatschi) und Toast. Hunger bei beiden bis in den späten Nachmittag erledigt. 😉

Dann gings weiter Richtung Redwood Nationalpark, aber vorher mussten wir erst mal eine neue Gaskartusche auftreiben, was entgegen der Behauptungen des Verkäufers unseres Kochers doch schwerer und teurer als gedacht war. Kauft euch also lieber einen Kocher für Steckkattuschen, kommts billiger weg!

Die Küste versteckte sich weniger im Nebel als die Tage zuvor.


Dann waren wir also um halb 3 am Visitor Center beim Elk Prairie Campground und bester Dinge, aber wie so oft: Campground Full… Der war nämlich quasi Reservation only. Hmpf. Nach ein bisschen hin und her überlegen, welchen Trail wir durch die Baumgiganten (ich hab selten so oft „aaaltaaa is der riesig“ gesagt) nehmen sollten, sind wir doch dem aus dem Reiseführer gefolgt, der mit 3-4 Stunden veranschlagt war. Ich wollte das nicht so recht glauben und hab mich auch noch verschaut auf der Karte und deswegen hatten wir gar nix zu trinken dabei oder sonst was. Aber dafür waren wir quasi allein auf den Pfaden und die Luft und Temperatur waren einfach perfekt. Wunderschön!!!


In dem Wald herrscht eine fast andächtige Stille, da es nur wenige Vögel gibt und die lautesten Tiere witzigerweise kleine Eichhörnchen sind, die mich ganz schön erschreckt haben.


Und mit einer kleinen Abkürzung dank Schotterpiste waren wir insgesamt mit Fotostops „nur“ 3,5 Stunden unterwegs, am Schluss mit Abstecher zum „Big Tree“ (sehr kreativer Name), der wirklich nochmal größer als die anderen war.


Interesting Fact aus einer Infobroschüre: irgendwo in den Redwoods wurde 2006 der höchste Baum entdeckt „Hyperion“. Seine Location wird aber geheim gehalten, damit nicht soviele Touris hinrennen.

Zurück am Auto hatten wir dann doch beide Hunger und die Befürchtung, dass wir wieder ewig nach einem Campground oder Casinoparkplatz suchen müssen. Allerdings wurden wir erfreulicherweise bald fündig, am Elk Country Campground, nachdem wir bezeichnenderweise kurz vorher neben der Straße eine große Herde Elks gesehen haben.


Der Campground war erst mal relativ spooky, weil wir zunächst recht allein an unsrem Platz waren während unsres Abendessens, aber nach und nach wurden auch die Nachbarplätze besiedelt, da schläft man gleich ruhiger. Wir haben uns übrigens wieder fürs Auto entschieden, fühlt man sich einfach sicherer und man liegt gerade.

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